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Ernährung & Gesundheit

19. August 2017 | 00:21 Uhr

Skiken : Skilanglauf ohne Schnee

vom

Dynamischer als Nordic Walking, gesünder als Jogging und sicherer als Inline Skating - das verspricht die neue Trendsportart Skiken.

Der Frühling schafft es langsam die letzten Schneereste zu schmelzen. Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Während sich Sportler darauf freuen, endlich wieder draußen an der frischen Luft trainieren zu können, bedauern Wintersportler, dass Ski, Schlittschuhe und Snowboard wieder im Keller verstaut werden müssen. Skiken ist eine neue Trendsportart, die nun beides miteinander verbinden soll. Der Name setzt sich zusammen aus Skaten und Biken. Aus diesen und noch weiteren Sportarten lassen sich Elemente im Skiken wiedererkennen.

Rein optisch erinnern die Skikes erst einmal an Inline-Skates, haben aber statt der vier kleinen Rollen nur zwei Reifen, die sich vor und hinter dem Fuß befinden. Dadurch sind die Skikes wesentlich länger als Inliner, aber kürzer als Skier. "Die Reifen sind größer und mit Luft befüllt. So kann, anders als mit Rollschuhen, auch fernab vom Asphalt auf unebenen Strecken und sogar auf Waldwegen gefahren werden, wie mit einem Fahrrad", erklärt Andreas König, zertifizierter Skike-Trainer, der in Kiel Schnupper- und Einsteigerkurse gibt. Falls man dann doch einmal auf einem Sandweg nicht weiterkommt, können die Skikes bequem abgeschnallt werden, um das Hindernis zu Fuß zu überqueren. Denn die Sportgeräte werden unter die Schuhe geschnallt, sodass man nicht auf Socken dasteht.

Mit sicherem Schritt

Der Bewegungsablauf und die Lauftechnik gleichen dem Skilanglauf-Skating-Stil, inklusive Stockeinsatz, an dessen Anblick wir uns inzwischen durch das Nordic Walking gewöhnt haben. Nur dass Skiker in Zukunft wesentlich flotter an uns vorbeiziehen werden. "Durch den kräftigen Einsatz der Stöcke werden nicht nur die Beine, sondern auch die Arme und der Oberkörper trainiert", beschreibt der Skike-Trainer den Vorteil. Zudem soll das Training gelenkschonender sein als Joggen und durch eine Bremse an jedem Skike auch sicherer als Inline Skating sein. So kann zur Not mit beiden Füßen gebremst werden.

Wenn die ersten Startschwierigkeiten überwunden sind, gibt es als Steigerungsmöglichkeit verschiedene Schrittarten, wie den Schlittschuhschritt, bei dem wie beim Schlittschuhlaufen nur mit Beinarbeit der Schwung erzeugt wird, oder auch den sogenannten Doppelstockschub, bei dem sich der Skiker mit beiden Stöcken gleichzeitig anschiebt, ohne starke Beinarbeit zu leisten. So ist für alle, vom Hobby- über den Profisportler bis zum Skiläufer, der auch im Sommer trainieren will, etwas dabei. "Der große Vorteil gegenüber dem Skilanglauf ist, dass ich es immer machen kann, vor der Haustür, ohne Skigebiet und Schnee, das ganze Jahr über", so König.

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von
erstellt am 15.Mär.2013 | 04:52 Uhr

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