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Über Grenzen hinweg : Sieg über die Leukämie

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Inna Magura aus der Ukraine erkrankte in jungen Jahren an Leukämie und fand in Schleswig-Holstein finanzielle und medizinische Hilfe im Kampf um ihr Leben.

Kiew/Neumünster | Sie hat gegen den Krebs gekämpft, und viele Menschen haben ihr dabei geholfen, die Krankheit (vorerst) zu besiegen: Das Schicksal von Inna Magura (17) aus Kiew in der Ukraine hat viele Menschen in Schleswig-Holstein berührt. Nach einer erfolgreichen Knochenmarktransplantation in Hamburg ist sie inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt, wo sie ambulant weiterbehandelt wird - eine Lebensgeschichte, die anderen Mut macht.
Der Aufwand hinter der Hilfsaktion war enorm: Mit vielen Spendenaufrufen, Mails, Briefen und Gesprächen hat Eberhardine Seelig von der "Teestube David" aus Neumünster Unterstützung organisiert. Sie ist auch Präsidentin der Ukrainischen Kinderkrebshilfe.
Hilfe fand man in Deutschland
Im April 2012 kam Inna Magura mit ihrer Mutter Ludmila nach Deutschland. Da hatte sie schon eine lange Krankengeschichte mit ihrer Leukämie. Von ersten Behandlungen hatte sie sich zunächst gut erholt und sowohl 2006 als auch im Oktober 2011 an der Reha-Kur für krebskranke ukrainische Kinder in Neumünster teilgenommen. Dann kam im November 2011 ein Rückfall, es war klar, dass eine Chemotherapie nicht mehr half. Monatelang lag Inna Magura in einer Klinik in Kiew und wartete auf Hilfe. Ein evangelischer Pastor aus Kiew brachte zwei Blutproben nach Deutschland, damit sie typisiert werden konnten. Dann die gute Botschaft: Weltweit wurden fünf geeignete Spender gefunden. Aber für eine Transplantation musste Inna nach Deutschland, und für die 150.000 Euro teure Transplantation gab es sehr viele Spenden (wir berichteten).
Ein tapferes Mädchen bewies Geduld
Seit Anfang Mai erhielt Inna täglich eine Strahlentherapie, die ihr Immunsystem herunterfuhr, damit es die neuen Spenderzellen nicht abstoßen sollte. In dieser Phase war die junge Patientin sehr erschöpft und müde. "Sie hat das geduldig ertragen und freute sich auf ihr neues Leben, das ihr dank der Hilfe so vieler Menschen geschenkt wird", sagt Eberhardine Seelig. Nach der Transplantation nistete sich das gespendete Knochenmark in Inna Maguras Körper ein und begann, neue rote und weiße Blutkörperchen zu bilden. Seit Mitte Juli ist sie wieder in ihrer Heimat und auf dem Wege der Besserung.

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erstellt am 09.Aug.2012 | 08:03 Uhr

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