Anzeige - sh:z Ratgeber Gesundheit : Wirbelbruch, instabile Knochen und Osteoporose: Was nun hilft

Wirbelbrüche durch Osteoporose führen häufig zur Einschränkung der Lebensqualität.
Wirbelbrüche durch Osteoporose führen häufig zur Einschränkung der Lebensqualität.

Osteoporose ist eine Krankheit, die sich schleichend und oft unbemerkt entwickelt. Deshalb merken viele gar nicht, dass sie bereits erkrankt sind, bis irgendwann ein Knochen bricht.

shz.de von
31. Januar 2018, 05:12 Uhr

Wer an Osteoporose denkt, denkt zumeist an eine Krankheit, von der vor allem ältere Frauen betroffen sind. Doch der Begriff „Volkskrankheit“ passt besser zum schleichenden Knochenschwund: Allein in Deutschland sind bereits 26 Prozent der über 50-Jährigen betroffen. Insgesamt sind es 6,5 Millionen Frauen und 1,3 Millionen Männer, schreibt die Barmer. Wird der Knochenschwund nicht rechtzeitig erkannt und diagnostiziert, drohen Knochenbrüche, chronische Schmerzen und schlimmstenfalls bleibende Behinderungen. Auch das Risiko für einen Wirbelbruch steigt.

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Mit Bewegung gegen Osteoporose angehen

Neben einer kalziumhaltigen Ernährung und einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D spielt bei Osteoporose vor allem körperliche Aktivität eine wichtige Rolle: Wer sind ausreichend bewegt, mindert das Risiko für Osteoporose. Denn durch jede noch so kleine Bewegung üben die Muskeln einen Reiz auf die Knochen aus, wodurch wiederum der Aufbau von Knochenmasse angeregt wird. Deshalb dient Sport nicht nur der Prophylaxe, sondern kann eine verminderte Knochendichte sogar wieder erhöhen - vorausgesetzt, das Training ist richtig dosiert.

Schonung ist nicht das Heilmittel Nummer eins

Vor allem Menschen, die bereits an Osteoporose erkrankt sind, neigen dazu, sich zu schonen und wenig zu bewegen. Aus Angst vor Knochenbrüchen werden sie immer passiver und meiden den Sport. Doch damit begünstigen sie den fortschreitenden Knochenabbau nur. Aus diesem Teufelskreis heraus führt regelmäßiges Training, wenn der behandelnde Arzt damit einverstanden ist. Menschen mit Osteoporose sollten nach Möglichkeit einen moderaten Ausdauersport betreiben. Tipps hierzu holt man sich am besten vom Therapeuten oder Arzt.

Schwimmen beansprucht Muskelpartien, die im Alltag nur selten zum Einsatz kommen. Deswegen eignet es sich gut als Ganzkörpertraining.
Axel Heimken
Schwimmen beansprucht Muskelpartien, die im Alltag nur selten zum Einsatz kommen. Deswegen eignet es sich gut als Ganzkörpertraining.
 

Diese Sportarten sind gut geeignet

Neben den klassischen Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Wandern und Tanzen empfehlen Mediziner inzwischen verstärkt ein gezieltes und gut dosiertes Krafttraining unter fachlicher Anleitung. Den Aufbau von Knochensubstanz unterstützen zum Beispiel Übungen, die die Muskelgruppen um die Wirbelsäule herum trainieren. Empfehlenswert sind darum besonders mehrgelenkige Übungen, die neben der Beinmuskulatur auch die Rücken- und Hüftmuskulatur beanspruchen, wie etwa Kniebeugen. Dabei ist es wichtig, sich ein individuelles Trainingsprogramm erstellen zu lassen. Betroffene sollten mit einem ausgebildeten Fitness-Trainer oder einem Physiotherapeuten besprechen, welche Übungen in welcher Intensität für sie geeignet sind.

Wer früh anfängt zu trainieren, beugt der Osteoporose vor

Gleiches gilt übrigens auch für den Präventionsbereich. Wer früh genug anfängt, kann seine Knochen entscheidend stärken. Mit jedem Training zahlt man, bildlich gesprochen, auf ein Knochenkonto ein, von dem man dann später zehren kann. Darüber hinaus hat das Sportprogramm noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Wer regelmäßig trainiert, stärkt nicht nur seine Knochen, sondern fördert gleichzeitig auch seine Koordination, Beweglichkeit und Balance. Alle drei Faktoren erhöhen die Stand- und Gangsicherheit und reduzieren damit das Risiko zu stürzen und sich so einen Bruch, wie etwa einen Wirbelbruch, zuzuziehen.

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