Thema Rheuma : Wenn das Knie schmerzt - manchmal steckt eine Infektion dahinter

Künstliche Gelenke bei Rheumatikern: Nicht immer bedeuten Schmerzen einen Rheumaschub. Auch eine Infektion kann der Grund sein.

shz.de von
18. Januar 2018, 10:37 Uhr

Das Knie wird dick und beginnt zu schmerzen - einem Rheumatiker ist dann meist klar: Er hat einen Krankheitsschub. Handelt es sich allerdings um ein künstliches Gelenk, kann auch eine Infektion dahinterstecken, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Häufig werde diese Möglichkeit übersehen, einfach weil die Betroffenen häufig Probleme mit schmerzenden Gelenken haben.

<p>Wenn beim Sport unangenehme Knieschmerzen auftreten, sollte man zügig einen Arzt aufsuchen.</p>
Foto: djd/djd/Sanofi/thx

Wenn beim Sport unangenehme Knieschmerzen auftreten, sollte man zügig einen Arzt aufsuchen.

 

Braucht ein Rheumapatient ein neues Gelenk, ist die OP eigentlich genauso wie bei einem Nicht-Rheumatiker. Nur ist das Risiko, dass sich das neue Gelenk entzündet, deutlich höher. Das liegt zum einen an der Grunderkrankung, zum anderen aber auch an den Medikamenten, die Rheumatiker in der Regel einnehmen. Sie schützen einerseits vor Entzündungen, schwächen aber häufig auch die Abwehrkräfte. Dadurch haben Bakterien und andere Erreger leichtes Spiel.

Es sei nicht so einfach, zwischen dem Rheumageschehen, normalem Verschleiß und einer Infektion zu unterscheiden, geben die Experten zu. Mit einem bestimmten Test können Rheumatologen mittlerweile allerdings erkennen, ob das Immunsystem gegen einen Erreger ankämpft. Wird die Infektion rechtzeitig bemerkt, kann der Arzt das künstliche Gelenk durch eine Operation meist retten, erklärt die DGRh.

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