Anzeige - sh:z Ratgeber Gesundheit : Schulterschmerzen – worauf es bei der Therapie ankommt

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Doch das feine Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Sehnen macht sie auch besonders anfällig für Verletzungen und Verschleiß.

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28. März 2018, 04:12 Uhr

Sie ist eine Meisterin der Beweglichkeit - und damit leider auch anfällig für Instabilität: die Schulter. Schnell ist sie zum Beispiel beim Sport ausgekugelt. Nicht nur aktive Handballer können ein Lied davon singen. „Wenn die Schulter durch einen Unfall ausgekugelt worden ist, muss sie so schnell wie möglich unter Vollnarkose wieder eingerenkt werden“, sagt Chefarzt Dr. Martin Wurm. „Sonst können Nerven und Gefäße dauerhaft geschädigt bleiben.“ Er behandelt solche Verletzung mit weiteren Sportmedizinern der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Regio Klinikum Elmshorn.

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Ist die akute Schulterverletzung versorgt, so untersuchen die Elmshorner Schulterspezialisten das Gelenk sorgfältig, um das Ausmaß der durch die Verrenkung entstandenen Schädigung zu bestimmen und den Patienten entsprechend therapieren zu können.

Mithilfe moderner bildgebender Verfahren wird zunächst die genaue Ursache der Schulterbeschwerden geklärt.
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Mithilfe moderner bildgebender Verfahren wird zunächst die genaue Ursache der Schulterbeschwerden geklärt.

 

„Bei vielen unserer jüngeren Patienten beobachten wir einen Abriss der knorpeligen Lippe am Rand der Schultergelenkspfanne“, erläutert Dr. Wurm. „Die Schulter wird dann instabil und es kommt selbst aus kleinsten Anlässen heraus zu Verrenkungen.“ Solche Verletzungen operieren die Elmshorner Fachärzte arthroskopisch, also mit einem besonders schonenden Verfahren, bei dem das Gelenk nicht geöffnet werden muss. Über sogenannte Fadenanker wird die geschwächte Schulter wieder stabilisiert (Refixation). In den ersten sechs Wochen nach dem Eingriff muss die Schulter geschont werden. Danach steht gezieltes Training an, bis die Schulter wieder voll beweglich ist.

Schulterprobleme bei älteren Menschen

Bei älteren Patienten verursacht vor allem Abnutzung die Schulterbeschwerden. Besonders anfällig ist die Supraspinatussehne. Sie verläuft zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. Um festzustellen, ob eine Reizung am Ansatz der Sehe oder gar ein Riss die Schmerzen verursacht, untersuchen die Elmshorner Fachärzte das Gelenk zunächst per Ultraschall oder mit einer Kernspintomografie.

„Wir besprechen unsere Untersuchungsergebnisse mit dem Patienten, um zu schauen, wie wir ihm am besten helfen können“, sagt Dr. Wurm. So können die Spezialisten beispielsweise die gerissene Sehne nähen oder im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs das entzündete Gewebe unter dem Schulterdach entfernen, damit die gereizte Sehne wieder mehr Raum bekommt. Dr. Wurm betont: „Unser Ziel ist es, dass der Patient seine Schulter zeitnah wieder schmerzfrei bewegen kann.“

Chefarzt beantwortet Leser-Fragen

Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Regio Klinikums Elmshorn.
Regio Kliniken

Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Regio Klinikums Elmshorn.

 

Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Regio Klinikums Elmshorn, beantwortet Leser-Fragen zum Thema Schulter. Das Video dazu finden Sie ab Sonnabend, 7. April, hier online unter shz.de/ratgeber.

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