Anzeige - sh:z Ratgeber Gesundheit : Oberschenkelhalsbruch - so wird man wieder fit und mobil

Ein Ausrutscher genügt, schon ist es passiert: Der Oberschenkelhals ist gebrochen. Jetzt gilt es, den Bruch optimal zu versorgen, um rasch wieder auf die Beine zu kommen.

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11. April 2018, 04:12 Uhr

Vor allem bei älteren Menschen kann ein kleiner Sturz schnell zu einem schmerzhaften Bruch des Oberschenkelhalses führen. Besonders gefährdet sind ältere Frauen: Der Rückgang des Hormons Östrogen nach der Menopause vermindert die Knochendichte, es kommt zu Osteoporose. Die Krankheit bewirkt, dass die Knochen schon bei einem kleinen Stolperer splittern können. Dann muss operiert werden, sonst verheilt der Bruch nicht richtig. Aber worauf kommt es bei diesem Eingriff an?

Die Fachchirurgen der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an den Regio Kliniken Elmshorn und Pinneberg setzen dabei auf eine moderne, individuelle Medizin. „Unser oberstes Ziel ist es, den Betroffenen schnell wieder zu mobilisieren. Und das so schonend und so individuell wie möglich“, sagt Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Regio Klinikum Elmshorn.

Wann ein künstliches Hüftgelenk nötig ist - und wann nicht

Nicht bei jedem Bruch muss der angrenzende Hüftkopf durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden. Liegt der Bruch außerhalb der Gelenkkapsel (laterale Schenkelhalsfraktur), so ist die Durchblutung des Hüftkopfs nicht gestört. „Bei einem solchen Bruch empfehlen wir die Stabilisierung mit einem sogenannten Gamma-Nagel“, erläutert Dr. Wurm. Bei einem eingestauchten Knochenbruch, der so genannten Abduktionsfraktur, setzen die Elmshorner Spezialisten medizinische Schrauben ein, um den verletzten Knochen zu heilen.

<p>Wie nah sich die Bruchstelle am Hüftkopf befindet, ist für die medizinische Behandlung von großer Relevanz.</p>
Foto: iStock

Wie nah sich die Bruchstelle am Hüftkopf befindet, ist für die medizinische Behandlung von großer Relevanz.

 

Ist jedoch die Bruchstelle innerhalb der Gelenkkapsel, dann ist der Hüftkopf möglicherweise nicht mehr ausreichend durchblutet und damit unterversorgt. Dann raten die Fachchirurgen des Regio Klinikums zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks. „Dabei entscheiden wir immer gemeinsam mit dem Patienten, welche Prothesenart die für ihn persönlich beste ist“, sagt der Chefarzt. Wenn möglich, verwenden die Spezialisten eine Duokopfprothese. Da die Gelenkpfanne nicht ersetzt werden muss, lässt diese sich relativ unkompliziert und für den Patienten wenig belastend einsetzen. Weiterer Vorteil: Die Wunde verheilt schneller.

Doch einerlei, für welche Prothese der Patient sich entscheidet: Regio setzt auf Qualität. Das an den Regio Kliniken eingeführte Modell ist Testsieger bei den internationalen Endoprothesenregistern. Es ist besonders haltbar und macht die Patienten schnell wieder mobil: Viele können bereits am Tag nach der Operation erste Gehversuche unternehmen. Patienten über 65 Jahren bieten die Regio Kliniken in Elmshorn und in Wedel eine speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte geriatrische Nachbehandlung an. Ebenso können mobilere Patienten eine anschließende ambulante Nachbehandlung im Regio Rehazentrum Schenefeld oder Pinneberg in Anspruch nehmen.

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<p>Dr. Martin Wurm ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Regio Klinikum Elmshorn.</p>
Foto: Regio Kliniken

Dr. Martin Wurm ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Regio Klinikum Elmshorn.

 

Ein Video, in dem Dr. Wurm einige Leserfragen beantwortet, finden Sie ab Sonnabend, 21. April hier online unter shz.de/ratgeber.

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