Anzeige - sh:z Ratgeber Gesundheit : Diagnose Kreuzbandriss – Sportverletzungen optimal behandeln

Aus vollem Lauf abrupt stoppen, den Fuß stehenlassen, das Knie aber drehen – bei Fußball und alpinem Skisport ist dies eine häufige Bewegung und eine enorme Belastung. Im schlimmsten Fall kommt es zum Kreuzbandriss.

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14. März 2018, 04:12 Uhr

Die Kreuzbänder stabilisieren zusammen mit dem Außen- und Innenband als sogenannter Bandapparat das Kniegelenk. Ihr Name leitet sich davon ab, dass sich das stabilere hintere und das verletzungsanfälligere vordere Band im Zentrum des Kniegelenks überkreuzen. Die elastischen Kreuzbänder sind den alltäglichen Bewegungen des Knies gewachsen. Doch wenn sie abrupt überdehnt werden, beispielsweise beim Sport oder durch einen Unfall, können sie reißen. Das Knie schmerzt und die Betroffenen verspüren ein unangenehmes Druckgefühl, ausgelöst durch einen Gelenkerguss. Besonders gefährdet sind Fußballer, Eishockeyspieler und alpine Skifahrer. Welche Therapie den Patienten dann schnell wieder fit macht, erläutern die Experten des Regio Klinikums Elmshorn.

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„Wird ein gerissenes Kreuzband nicht behandelt, kann das Knie dauerhaft instabil werden“, sagt Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Regio Klinikum Elmshorn. Die Folgen: ein unsicherer Gang und damit eine erhöhte Sturzgefahr, Schäden am Knorpelgewebe und am Meniskus, eingeschränkte sportliche Aktivität. Deshalb raten die Sportmediziner am Regio Klinikum Elmshorn vor allem jungen und sportlich aktiven Patienten zur minimalinvasiven Operation (Arthroskopie). „Konservative, also nicht-operative Verfahren können den Betroffenen nur zu einer eingeschränkten Stabilität verhelfen“, sagt Dr. Wurm.

<p>Insbesondere die Muskelkraft und die Koordination werden nach einer Operation trainiert.</p>
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Insbesondere die Muskelkraft und die Koordination werden nach einer Operation trainiert.

 

Bei dem Verdacht auf einen Kreuzbandriss röntgen die Elmshorner Spezialisten das Knie zunächst, um eine Verletzung des Knochens als Ursache der Beschwerden auszuschließen. Bei einer ergänzenden Magnetresonanztomographie können die Orthopäden die feinen Binnenstrukturen des Kniegelenks sichtbar machen und Begleiterkrankungen erkennen.

Bevor das verletzte Knie operiert werden kann, muss es abgeschwollen und frei beweglich sein. Sonst besteht das Risiko, dass sich infolge des Eingriffs übermäßig viel Narbengewebe bildet (Arthrofibrose), das neue Beschwerden verursachen kann. Bei der Operation ersetzen die Orthopäden das verletzte Band durch körpereigene Sehnen aus dem Oberschenkel oder durch die Patellarsehne, die die Kniescheibe mit dem Unterschenkel verbindet.

Damit die Verletzung gut abheilt und das neue Band stabil einwächst, versorgen die Elmshorner Gelenkmediziner den Patienten anschließend mit einer Orthese, die das Knie entlastet und stabilisiert. Denn, so Dr. Wurm: „Wir möchten erreichen, dass die Patienten möglichst rasch wieder sportfähig werden und kein Dauerschaden am Gelenk entsteht.“

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<p>Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Regio Klinikums Elmshorn.</p>
Regio Kliniken

Dr. Martin Wurm, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Regio Klinikums Elmshorn.

 

Ein Video, in dem Dr. Wurm einige Leserfragen beantwortet, finden Sie ab Sonnabend, 24. März, hier online unter shz.de/ratgeber.

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