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Gesundheit : Schwitzen ist gut fürs Gehirn

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Wer körperlich aktiv ist, bleibt länger fit - und zwar gleich doppelt. Denn Sport hilft nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist, sagen Neurologen.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 15:16 Uhr

Sport tut nicht nur dem Körper gut, sondern wirkt sich auch positiv auf das Gehirn aus. Darauf wiesen Wissenschaftler bei einem Neurologen-Kongress in Dresden unter Berufung auf verschiedene Studien hin. Bewegung verbessere nicht nur die Denkfähigkeit. Sie könne sogar das Risiko neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall oder Alzheimer-Demenz verringern.

Wichtig sei, dass der Sport mit einem Mindestmaß an Anstrengung verbunden ist. Zwar sollte man sich nicht total verausgaben, aber zumindest ins Schwitzen geraten. Die Experten vermuten, dass eine verbesserte Denkfähigkeit mit der Durchblutung zusammenhängt: Auch das Gehirn bekommt mehr Nährstoffe, wenn sich die Leistung von Herz und Gefäßen durch Sport erhöht. Durch Entspannungsübungen oder Muskeldehnung lässt sich die Hirnleistung dagegen offenbar nicht steigern.

Eine Auswertung von Studien, die bis Anfang 2012 veröffentlich wurden, hat gezeigt, dass sich regelmäßige Bewegung sowohl kurz- als auch langfristig günstig auf Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung auswirken kann. Das erläuterte Prof. Carl Reimers, Chefarzt der Klinik für Neurologie der Zentralklinik Bad Berka in Thüringen. Ältere Menschen zum Beispiel hätten ein um 37 Prozent verringertes Risiko, an Alzheimer zu erkranken.

Je nach Dauer der Belastung hat die Bewegung den Wissenschaftlern zufolge verschiedene Effekte: Wer bis zu einer Stunde sportelt, kann Informationen besser verarbeiten und schneller reagieren. Wer länger aktiv ist, ist aufmerksamer und kann sich Dinge besser merken.

Die therapeutische und vorbeugende Wirksamkeit von Bewegung sei durch zahlreiche Studien so gut belegt wie für keine andere allgemeine Maßnahme, betonte Prof. Gerd Kempermann vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Dresden. Er rät, körperliche und geistige Aktivität zu verbinden, um das Gehirn offen für Neues zu halten. Das ist zum Beispiel durch Mannschaftssportarten, aber auch Tanzen möglich.

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