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Schwangere Veganerinnen sollten Nährstoffcheck machen

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Berlin (dpa/tmn) - Wer Wert auf eine vegane Ernährung legt, muss auch in der Schwangerschaft nicht davon abrücken. Auf Ausgewogenheit und einen erhöhten Bedarf bestimmter Nährstoffe sollte trotzdem unbedingt geachtet werden.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2013 | 05:33 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Wer Wert auf eine vegane Ernährung legt, muss auch in der Schwangerschaft nicht davon abrücken. Auf Ausgewogenheit und einen erhöhten Bedarf bestimmter Nährstoffe sollte trotzdem unbedingt geachtet werden.

Schwangere Frauen können gänzlich auf tierische Lebensmittel verzichten, wenn sie Nahrungsmittel gezielt auswählen und ihre Nährstoffversorgung regelmäßig vom Arzt überprüfen lassen. Das empfiehlt der Vegetariererbund Deutschland (Vebu) in Berlin. Sinnvoll sei außerdem eine kompetente Ernährungsberatung.

Grundsätzlich sollten werdende Mütter, die sich vegan ernähren, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat auf ihren um etwa 250 Kalorien erhöhten Energiebedarf achten und insbesondere Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte essen. Dazu zahlen Gemüse, Obst, Vollkornwaren und Hülsenfrüchte.

Auch der Eiweißbedarf steigt ab dem vierten Monat um etwa 20 Prozent an. Gute Proteinlieferanten sind ebenfalls Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide sowie Nüsse. Wichtig ist außerdem, ausreichend lebensnotwendige Fettsäuren aufzunehmen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Leinöl zum Beispiel liefert alpha-Linolensäure, in speziellen Algenölen ist Docosahexaensäure (DHA) enthalten.

Vitamine bekommen Schwangere über Obst und Gemüse. Den erhöhten Vitamin-B-6-Bedarf zum Beispiel können sie unter anderem durch Bananen, Walnüsse, Avocados und Kohl decken, erläutert der Vebu. Ein Drittel bis die Hälfte der Ernährung sollte als unerhitzte Frischkost verzehrt werden.

Bei manchen Mineralstoffen können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Das sollten werdende Mütter aber immer mit ihrem Arzt besprechen. Ratsam ist darüberhinaus, ausschließlich jodiertes Speisesalz zu verwenden. Mit Kalzium können sich Schwangere etwa über Sesammus, Amaranth und Grünkohl versorgen.

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