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Kommunen : Schilderkrieg in einem holsteinischen Dorf

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Wo genau beginnt das Dorf Winsen bei Bad Segeberg in Schleswig-Holstein? Die Kreisbehörde meint: erst da, wo die geschlossene Bebauung beginnt, weshalb sie das Ortsschild versetzen ließ.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 17:51 Uhr

Die Bewohner wehren sich jedoch gegen diese «Verkleinerung» ihres Dorfes. Jetzt hat die Provinzposse ums Ortsschild sogar die Kriminalpolizei auf den Plan gerufen, nachdem Unbekannte die gelbe Tafel mit einer Metallsäge umlegten. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Ein halbes Jahrhundert lang hatte das Ortsschild niemanden gestört, bis ein Beamter genauer hinguckte: Der alte Standort sei nicht rechtmäßig, weil dort keine geschlossene Bebauung zu erkennen sei, beschied die Kreisverkehrsaufsicht und ließ das Schild im Mai rund 150 Meter in Richtung Dorfmitte versetzen. Doch an einem schönen Junimorgen stand die gelbe Tafel wieder an ihrem alten Platz. Der Kreis ließ es tagsüber wieder versetzen, doch nachts brachte es der Unbekannte zurück. 14 Mal wiederholte sich das Spielchen bislang.

Die Landrätin des Kreises Segeberg, Jutta Hartwieg, zeigte Verständnis, dass die rund 400 Einwohner von Winsen sich ärgern. Doch sie stellte sich zugleich hinter die Verkehrsaufsicht: die Behörde handle auf der Grundlage geltenden Rechts.

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