Tipps und Rezeptidee : Salzlake war gestern: So wird Rote Bete richtig zubereitet

<p>Wer die Knolle mit dem süßlichen Erdgeschmack einmal frisch zubereitet hat, lässt die sauren Scheiben aus dem Glas getrost im Regal stehen.</p>

Wer die Knolle mit dem süßlichen Erdgeschmack einmal frisch zubereitet hat, lässt die sauren Scheiben aus dem Glas getrost im Regal stehen.

Die einen lieben sie, die anderen ekeln sich vor ihr: Rote Bete. Das Powergemüse ist voller Nährstoffe und Vitamine und kann kinderleicht selbst zubereitet werden.

von
03. Oktober 2018, 03:54 Uhr

Wer einmal Rote Bete im Garten angebaut hat, möchte sie nicht mehr missen: Sie wächst in den unterschiedlichsten Böden und braucht wenig Pflege. Zudem muss dieses pflegeleichte Gemüse im Herbst nicht aufwendig verarbeitet werden, sondern bleibt in einer mit Sand gefüllten Kiste vier bis sechs Monate frisch. Deswegen gibt es die rote Rübe ganzjährig zu kaufen. Frisch geerntet kommt sie vom Mai bis zum ersten Frost in den Verkauf. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass man feste, pralle Rüben ohne schadhafte Stellen kauft. Schwarze Flecken deuten auf eine zu kalte Lagerung hin. Etwas süßlicher im Geschmack gibt es die Bete auch in weiß und gelb.

Rote Knolle zum Kochen geeignet

Frisch gekocht entfaltet die Knolle ihren süßlichen Erdgeschmack besonders intensiv und eignet sich deshalb gut als Beilage zu Fleisch und Fisch und gibt Püree, Suppen und Eintöpfen einen kräftigen Geschmack. Vor der Zubereitung sollten die Knollen unter fließendem Wasser gewaschen und die Blätter und Wurzeln vorsichtig abgedreht werden. Wichtig dabei ist, dass die Schale nicht verletzt wird, da das Gemüse sonst „ausblutet“ und wertvolle Nährstoffe verliert. Je nachdem, wie groß die Knolle ist, sollte die Rote Bete 30 bis 45 Minuten lang bei geringer Hitze vor sich hinköcheln. Kleiner Tipp: Damit die intensive Farbe erhalten bleibt, sollte erst fünf Minuten vor Ende der Garzeit gesalzen werden. Anschließend werden wird die Rote Bete mit kaltem Wasser abgeschreckt. Die Schale sollte sich mit einem Küchenpapier nun leicht abreiben lassen; falls nicht, kann sie auch vorsichtig mit einem Messer abgeschält werden. Es ist ratsam, für die Zubereitung Einmalhandschuhe und eine Schürze zu tragen, da die Knollen stark abfärben.

<p>Der Stoff, der die gesunde Rote Bete rot macht, ist der Farbstoff Betanin. Die Verwandte der Zuckerrübe und des Spinats hat einen hohen Gehalt an Eisen und Folat, die für die Bildung der roten Blutzellen wichtig sind, liefert aber auch viel Natrium. </p>
Adobe Stock

Der Stoff, der die gesunde Rote Bete rot macht, ist der Farbstoff Betanin. Die Verwandte der Zuckerrübe und des Spinats hat einen hohen Gehalt an Eisen und Folat, die für die Bildung der roten Blutzellen wichtig sind, liefert aber auch viel Natrium.

 

Kühl gelagert ein echtes Powergemüse

Am besten sollten die Knollen im Kühlschrank gelagert werden - hier halten sie sich, in ein Küchentuch gewickelt, zwei bis vier Wochen lang. Eine Alternative sind fertig gegarte und in Vakuum verpackte Produkte, die direkt verarbeitet werden können. Geschmacklich sind sie aber nicht mit frischen Knollen zu vergleichen, da ihr Geschmack an Intensität verliert. Aber egal, ob frisch oder eingelet: Rote Bete ist ein echtes Powergemüse. Die Knollen enthalten reichlich Vitamin A, C und B-Vitamine, Saponine, aber auch Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure. Die leuchtend rote Farbe ist auf den sekundären Pflanzenstoff Betanin zurückzuführen, der entzündungshemmend wirken kann und die Abwehrkräfte stärkt. Betanin wird auch zur Färbung von Lebensmitteln eingesetzt.

Rote Bete in der Übersicht - so gelingt die Zubereitung am besten:

  • Werden die roten Knollen frisch gekocht, kann sich ihr intensiver Geschmack besonders gut entfalten.
  • Fügt man dem Gericht während des Garens eine Prise Backpulver hinzu, wird die violette Farbe der Roten Bete noch unterstrichen.
  • Beim Kochen sollte das rote Gemüse erst kurz vor Ende der Garzeit gewürzt werden, da durch das Salz sonst zu viel von der violetten Färbung verloren geht.
  • Beim Kochen sollten immer Einweghandschuhe und eine Schürze getragen werden, da das Gemüse stark abfärben kann.

Rezeptidee: Rote Bete-Orangen Suppe

Adobe Stock

Zutaten für vier Portionen

  • 3 Rote Bete
  • 1 Orange
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Prise Ingwer
  • 2 Prisen Chilipulver
  • 30 g Schnittlauch
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Weißwein
  • 200 ml Orangensaft
  • 50 g Schmand

Zubereitung:

1. Zunächst die Rote Bete in Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen, klein schneiden und in einem großen Topf mit Öl andünsten.

2. Die rote Bete hinzufügen und etwas angehen lassen. Eine Prise Chilipulver hinzugeben und anschließend mit dem Weißwein ablöschen und verkochen lassen.

3. Den Topf mit Orangensaft auffüllen und ebenfalls verkochen lassen. Nun mit Brühe auffüllen und ca. 10 Minuten garen lassen, damit die Rote Bete weich wird.

4. Zum Schluss die Sahne und den frisch geriebenen Ingwer hinzugeben. Alles pürieren und abschmecken. Bei Bedarf nachwürzen.

5. Zum Anrichten die Suppe in einen tiefen Teller oder in eine Tasse geben und einen Löffel Schmand oder saure Sahne in die Mitte geben. Nach Bedarf mit Schnittlauch dekorieren.

6. Für diejenigen, die es etwas schärfer mögen, noch etwas Chili darüber streuen. Guten Appetit!

(Mit Material von der Bundeszentrale für Ernährung und „5 am Tag“)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen