Säuglingsmilch nicht zusätzlich mit Flocken andicken

 Gestrichen, nicht gehäuft: So viel Milchpulver sollte auf den Messlöffel. Dann ist das Baby mit der optimalen Menge versorgt. Foto: aid/Klaus Arras
Gestrichen, nicht gehäuft: So viel Milchpulver sollte auf den Messlöffel. Dann ist das Baby mit der optimalen Menge versorgt. Foto: aid/Klaus Arras

Bonn (dpa/tmn) - Wer sein Kind nicht stillen kann, meint es mit der Ersatznahrung häufig besonders gut. Dabei sollte man diese nicht zusätzlich anreichern - denn das kann zum Beispiel zu Nierenproblemen oder Übergewicht führen.

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24. Mai 2013, 05:33 Uhr

Bonn (dpa/tmn) - Wer sein Kind nicht stillen kann, meint es mit der Ersatznahrung häufig besonders gut. Dabei sollte man diese nicht zusätzlich anreichern - denn das kann zum Beispiel zu Nierenproblemen oder Übergewicht führen.

Werden Babys nicht oder nicht voll gestillt, bekommen sie industriell hergestellte Säuglingsmilch. In dieser ist bereits alles enthalten, was das Baby benötigt. Eltern sollten sie daher nicht zusätzlich mit Getreideflocken oder Stärke andicken, erklärt Wolfram Hartmann, Kinder- und Jugendarzt im Netzwerk Gesund ins Leben. Die Initiative wird vom Bundesernährungsministerium gefördert. Wichtig ist auch, auf die richtige Menge an Pulver zu achten. Eltern sollten sich beim Anrühren an die Herstellerangaben zur Dosierung halten,

Zu viel Pulver oder zusätzlich Getreideflocken können die Nieren des Babys belasten und zu Verstopfung und langfristig zu Übergewicht führen. Zu geringe Pulvermengen oder mehr Wasser als angegeben, führen dagegen auf lange Sicht zu einer Unterernährung des Kindes. «Am besten dosieren Eltern das Milchpulver so, dass der Messlöffel beim Abmessen des Pulvers immer gestrichen voll und nicht gehäuft ist», rät Hartmann. So bekomme das Baby genau die richtige Menge an Nährstoffen.

Zubereitung von Säuglingsmilch

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