Nach Corona-Zwangspause : Rückfall in Glücksspielsucht droht

Zurück am Automaten: Dank der Corona-Krise mussten Menschen mit Glücksspiel-Problemen eine Pause einlegen. Überwunden ist die Sucht deswegen aber noch nicht. /dpa-tmn
Zurück am Automaten: Dank der Corona-Krise mussten Menschen mit Glücksspiel-Problemen eine Pause einlegen. Überwunden ist die Sucht deswegen aber noch nicht. /dpa-tmn

Durch die Corona-Krise waren auch Spielhallen, Spielbanken und Sportwettbüros wochenlang nicht zugänglich. Für Menschen mit Glücksspielsucht ist das eine Chance - und eine Gefahr.

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21. Mai 2020, 04:01 Uhr

München (dpa/tmn) – Für Glücksspielende waren die vergangenen Wochen der Corona-Krise wie eine Spielersperre. Viele haben diese Zwangspause als sehr hilfreich empfunden, erklärt die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG). Das hätten Rückmeldungen gezeigt.

Manche könnten durch diese Pause den Absprung schaffen, vermuten die Experten. Für viele sei die spielfreie Zeit aber wohl zu kurz. Denn häufig haben Betroffene vielfältige und schwerwiegende psychische, soziale und finanzielle Probleme. Diese lassen sich nicht einfach so während einer mehrwöchigen Spielpause lösen.

Der Druck bleibt also bestehe. Sobald das Angebot an Glücksspielen wieder steigt, ist ein Rückfall ins alte Verhalten dann wahrscheinlich. Wer mit dem Glücksspiel Probleme hat, kann sich auch in Corona-Zeiten Hilfe holen. Bundesweit bietet etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( BzgA ) eine kostenlose und anonyme Hotline an (0800 1372700).

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