zur Navigation springen

Rückenschmerzen vorbeugen: Was wie in den Schulranzen gehört

vom

Köln (dpa/tmn) - Junge Schüler denken nicht lange nach und werfen ihre Bücher möglichst schnell in den Schulranzen. Doch wer die Tasche falsch packt, bekommt Probleme beim Tragen. Mitunter drohen Haltungsschäden.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 11:44 Uhr

Köln (dpa/tmn) - Junge Schüler denken nicht lange nach und werfen ihre Bücher möglichst schnell in den Schulranzen. Doch wer die Tasche falsch packt, bekommt Probleme beim Tragen. Mitunter drohen Haltungsschäden.

Ob ein Schulranzen zu Verspannungen, Rückenschmerzen oder im Extremfall gar zu Fehlhaltungen führt, hängt nicht nur vom Gewicht ab. Es spielt auch eine Rolle, wie das Kind die Tasche packt und trägt. «Schwere Bücher sollten sich im Tornister nah am Rücken befinden», rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Der Ranzen sollte mit den Schultern abschließen. «Denn bei einem zu tief liegenden Ranzen muss das Kind mit den Bauchmuskeln gegenarbeiten und bei einem zu hoch sitzenden Ranzen mit den Rückenmuskeln, um das Gleichgewicht zu behalten.»

Sind die Tragegurte zu kurz eingestellt, fördere das einen Rundrücken, sind sie zu lang gewählt, tendiere die Haltung zu einem Hohlkreuz, erläutert der Kinder- und Jugendarzt. Breite, gepolsterte, stufenlos verstellbare Gurte sind besser, weil sie das Gewicht gut verteilen. Als Richtschnur gilt: Der Schulranzen sollte maximal zehn bis zwölf Prozent des Eigengewichts des Kindes haben.

«Doch kann die Belastbarkeit individuell sehr unterschiedlich sein», sagt Fegeler. «Die Muskelkraft des Kindes, seine Koordination und sein Gleichgewichtssinn spielen hierbei eine große Rolle.» Für aktive und trainierte Kinder kann auch ein Ranzen mit 17 Prozent des Körpergewichts keine Überlastung bedeuten. Für Kinder mit einer schwachen Muskulatur, mangelnden motorischen Fähigkeiten oder schlechter Koordination kann dagegen auch schon ein Ranzengewicht von 10 Prozent des Körpergewichts problematisch sein.

Anzeichen für eine Überlastung ist es, wenn das Kind beim Tragen des Schulranzens seine Oberkörperhaltung unnatürlich verändert, das heißt, sich stark nach vorne oder hinten neigt. Das Kind sollte keine Probleme haben, wenn es den Schulranzen alleine auf den Rücken hebt. Bei Rückenschmerzen empfiehlt es sich, die Position und den Inhalt des Tornisters zu überprüfen und eventuell auf ein anderes Modell auszuweichen. Deutliche Warnzeichen für eine zu schwere Rückenlast sind Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Fingern.

Gesundheitsportal für Eltern

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen