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Operationen : Robotereinsatz im Operationssaal

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Der "Da Vinci"-Roboter unterstützt Ärzte auf der ganzen Welt während operativen Eingriffen und bringt neben der perfekt ruhigen Hand auch andere Vorteile mit sich.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2012 | 03:09 Uhr

Ganz ohne den Menschen geht es denn doch nicht. Offene Operationen werden immer weniger ausgeführt. Wenn es geht wird auf die Schlüssellochmethode zurückgegriffen. Die Wunden sind kleiner, der Patient hat weniger Schmerzen, kann schneller mobilisiert werden und somit das Krankenhaus schneller verlassen. Manche Kliniken nutzen dazu ein besonderes technisches Hilfsmittel: Ein Roboter mit dem Namen "Da Vinci".
Die aus den USA stammende Technik ist vor allem bei der Entfernung der tumorigen Prostata im Einsatz. Bei der Nutzung des Roboters steckt der Operateur seine Finger in Schlaufen. Er steuert über eine Konsole die Operation also aus einigen Metern Entfernung. Die Handbewegung des Arztes wird skaliert, also verfeinert, und den feinen Strukturen angepasst. Darüber hinaus sind in das System integrierte Tremorfilter in der Lage die feinen, bei jedem Menschen vorhandene Zitterbewegungen vollkommen zu eliminieren. Man arbeitet mit einer perfekten ruhigen Hand, die so weder bei der offenen Operation noch bei der klassischen Laparoskopie möglich ist.

Kritische Töne zum Roboter-Einsatz

"Mit dem DaVinci-Roboter gelingt eine hoch präzise und gleichzeitig minimal-invasive Operation der Prostata. Der Blutverlust während der OP ist gering und der Heilungsverlauf schnell und relativ schmerzarm", sagte Dr. Alexander Haese, leitender Arzt der Martini-Klinik und im vergangenen Jahr erster Operateur mit dem DaVinci-Roboter in Hamburg.
In den USA liegt der Marktanteil der DaVinci-unterstützten Prostata-Operationen inzwischen bei rund 80 Prozent. Kritiker erheben allerdings den Vorwurf, dass die Roboter-Operationen mehr aus Marketinggründen verwendet werden als aus reinem medizinischen Nutzen.

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