Gesunde Lebensmittel : Reich an Vitamin C und dabei kalorienarm: die Guave

Die kleine, tropische Frucht ist eigentlich ganz groß, denn sie enthält viel Vitamin C, Eisen und weitere Inhaltsstoffe.

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27. Januar 2018, 04:57 Uhr

Wer an eine Frucht denkt, die reich an Vitamin C ist, dem fällt oft als erstes eine Orange sein. Doch eine andere Frucht hat im Vergleich die Nase vorn: Die Guave. Die exotische Beerenfrucht ist sehr gesund und zählt mit durchschnittlich 273 Miligramm pro 100 Gramm zu den Vitamin-C-reichsten Obstsorten. Der Gehalt ist drei Mal so hoch wie bei einer Kiwi (93 Miligramm pro 100 Gramm). Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Karotinoide wie Beta-Carotin und Lycopin, B-Vitamine, der Ballaststoff Pektin und die Mineralstoffe Kalium, Phosphor und Eisen. Dabei enthält die Frucht nur 34 Kilokalorien pro 100 Gramm und ist daher ideal für Menschen geeignet, die auf ihre Figur achten möchten.

In diesem Ländern ist die Guave zu Hause

In heimischen Gärten sucht man die Guave (Psidium guajava) vergebens. Die Guave gehört zur botanischen Familie der Myrtengewächse und hat ihre Heimat vermutlich im tropischen Zentralamerika. Heute wird sie vor allem in Brasilien, Mexiko, den USA und auf vielen karibischen Inseln angebaut. Die Pflanze, an der die Früchte wachsen, ist immergrün und wird drei bis zehn Meter hoch, schreibt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die Frucht an sich ist rundlich, manchmal birnenförmig, und etwa apfelgroß sind. Bis kurz vor der Reife ist die Frucht grün und hart. Dann verfärbt sie sich gelblich mit kleinen schwarzen Punkten und verströmt einen intensiv blumigen Duft.

jiitrendra1, Pixabay
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In Brasilien, Mexiko, den USA und auf vielen karibischen Inseln wird die Guave heute angebaut. 

 

So kann man die Guave zubereiten

Die Guave hat ein angenehm süß-säuerliches Aroma, das an eine Mischung aus Birne und Feige erinnert. Die exotische Frucht schmeckt pur und als Saft, aber auch im Obstsalat, im Sorbet und in Quarkspeisen. Sie kann zum Beispiel zu Gelee, Konfitüre und Chutneys verarbeitet werden. Das Mus wird für Kuchen und Gebäck verwendet, während Guavenkompott ein interessanter Kontrast zu pikanten Fleischgerichten ist.

Wer eine Guave pur essen möchte, hat zwei Optionen, mit der Schale umzugehen: Die Schale ist zwar im Prinzip essbar, schmeckt aber sehr bitter. Darum wird die Frucht meist nach dem Waschen dünn geschält oder aufgeschnitten und wie eine Kiwi ausgelöffelt. Das Fruchtfleisch ist fest und saftig, manchmal auch etwas schleimig und je nach Sorte grünlich, gelb, weiß, rosa oder rot gefärbt. Die kleinen, kantigen Samen können ohne Kauen mitgegessen werden.

So erkennt man im Supermarkt, ob eine Guave schon reif ist oder nicht

Die Guave ist ganzjährig im Handel erhältlich. Wer eine Frucht kaufen möchte, sollte auf eine glatt Schale achten, die bei Fingerdruck leicht nachgibt. Da die Guave sehr druckempfindlich ist, kommt sie in der Regel unreif in den Supermarkt. Bei Zimmertemperatur reift sie aber zügig nach und sollte dann rasch verspeist werden.

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