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Sensible Hülle : Raues Wetter - zarte Haut

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Jucken, Risse, Rötungen: Heizungsluft und Kälte machen es unserer Haut im Winter nicht leicht. Helfen Sie ihr, rät Anja Werner.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2012 | 09:02 Uhr

Sich wohlfühlen in seiner Haut - das ist in den Wintermonaten gar nicht so leicht. Trocken und warm drinnen, eiskalt draußen - der ständige Wechsel zwischen diesen Extremen reizen unser größtes und sensibelstes Organ heftig. Jucken, Spannen, schuppige Rötungen und sogar Risse sind Ausdruck der Schwerstarbeit, die unsere Haut leisten muss, besonders im Gesicht und an den Händen, die nur bedingt gegen Kälte und Nässe geschützt werden können. Dennoch ist es möglich, die Haut ganz entspannt durch den Winter zu bringen - und zwar auf die sanfte Tour.
Dabei sind Rubbeln, Peelen, Fruchtsäure, oder alkoholhaltige Gesichtswasser tabu. Stattdessen ist die reichhaltige Nachtcreme auf der Gesichtshaut nun auch am Tag willkommen. Für einen effektiven Frostschutz der sensiblen Gesichtshaut sollten keine feuchtigkeitsspendenden Produkte kurz vor dem Spaziergang aufgetragen werden: Ein zu hoher Wasseranteil in der Oberhaut kann bei Frost regelrecht gefrieren.
Badewasser nie zu heiß aufdrehen
Bei trockener, rissiger Haut an den Händen hilft ein warmes Handbad mit einem Teelöffel Olivenöl, gefolgt von einer Maske aus Sahnejoghurt und Honig, beides sollte zehn Minuten einwirken können. Beim Duschen nur milde Lotionen, am besten ölhaltiges Gel verwenden. Wichtig beim Baden: Das Wasser nicht zu heiß aufdrehen, und höchstens zwei Mal pro Woche maximal 15 Minuten in der Wanne abtauchen.
Da wir im Winter weniger schwitzen, fehlt es der Haut nicht nur an Fett, sondern auch an Feuchtigkeit. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit (am besten Wasser oder Fruchtschorlen trinken) sind im Winter ein Muss für eine zarte Haut. Sinnvoll ist es auch, Raumbefeuchter an den Heizungskörpern anzubringen.
Wer seiner Haut richtig gut tun will, sollte ihr kräftig einheizen - in der Sauna. Eine Studie der dermatologischen Klinik in Jena hat ergeben, dass häufiges Schwitzen in der Sauna den Stoffwechsel der Haut bestens trainiert, ihr Säureschutzmantel wird gestärkt, sie ist besser durchblutet und trocknet nicht so leicht aus. Wer regelmäßig sauniert, kann mehr Wasser in seiner Haut speichern. Zudem ist Saunieren Balsam für die Seele, stärkt die Gefäße, den Kreislauf und die Abwehrkräfte.

Noch Fragen?
Die Dermatologin Dr. Barbara Hertenberger gibt im online-Expertenforum der
Barmer GEK Auskunft: www.barmer-gek.de

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