Gesundheit : Radiocäsium in Wildpilzen: Nicht mehr als ein halbes Pfund essen

25 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl kann die Strahlenbelastung bei Wildpilzen noch sehr hoch sein.
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25 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl kann die Strahlenbelastung bei Wildpilzen noch sehr hoch sein.

Herbstzeit ist Pilzzeit. Jedoch sollten die gerade angebotenen Wildpilze nicht in großen Mengen verzehrt werden. Sie könnten radioaktiv belastet sein.

shz.de von
14. Oktober 2013, 14:16 Uhr

Verbraucher sollten nicht mehr als ein halbes Pfund Wildpilze pro Woche essen. Denn mehr als 25 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl weisen Wildpilze in Süddeutschland immer noch eine erhöhte Konzentration von Radiocäsium auf. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin. Vor allem Maronenröhrlinge und Steinpilze seien noch stark belastet.

Laut Wolfgang Bivour, Vorsitzender des Brandenburgischen Landesverbandes der Pilzsachverständigen, müssen Verbraucher sich aber keine Sorgen machen, sofern sie nicht mehr als die empfohlene Menge an Wildpilzen verzehren. Außerdem wird ein Teil des Cäsiums wieder ausgeschieden. Eine Radiocäsium-Konzentration über dem Grenzwert gibt es laut Bivour nur noch in einigen Teilen Bayerns und Baden-Württembergs.

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