Gesundheit : Mythos Rotwein bei Rheuma - Patienten mit Gicht schadet Alkohol

Streitpunkt Rotwein: Die einen meinen, er helfe bei Rheuma, andere sagen, er schade eher.
Streitpunkt Rotwein: Die einen meinen, er helfe bei Rheuma, andere sagen, er schade eher.

Hilft Rotwein gegen Rheumabeschwerden? Experten sind sich da uneins: einige meinen ja, andere behaupten, Rotwein schade eher. Bei Gicht ist die Lage klarer.

shz.de von
16. September 2013, 11:16 Uhr

Beim Thema Rotwein bei Rheuma gibt es zwei Lager. Die einen sind davon überzeugt, dass es hilft - die anderen, dass es schadet. Die Wirklichkeit liegt genau dazwischen, sagt Professor Hanns-Martin Lorenz, Leiter der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg. «Bei den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen hat Rotwein keine Wirkung.» Aber: Chronische Entzündungen begünstigen das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle, so der Arzt. Alkohol - in Maßen - reduziere dieses Risiko ein wenig. Ob der Patient am Abend auf ein Glas Rotwein oder ein Glas Bier zurückgreife, sei aber egal.

Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn der Betroffene an Gicht leidet. Dann ist Alkohol tabu, sagt Lorenz. Denn bei der Gicht, die häufig auch unter dem Überbegriff Rheuma geführt wird, liegen andere Ursachen vor als bei den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen.

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