Städtewettbewerb : Mit Spaß und Disziplin gegen die Pfunde

Zu Fuß statt mit dem Bus: Bürgermeister Arthur Christiansen (mit neuem T-Shirt) setzte sich auf den ersten Metern an die Spitze des Schleswiger Teams.
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Zu Fuß statt mit dem Bus: Bürgermeister Arthur Christiansen (mit neuem T-Shirt) setzte sich auf den ersten Metern an die Spitze des Schleswiger Teams.

Das erste öffentliche Training hat das Schleswiger Team des Abnehm-Städtewettbewerbs hinter sich. Mit forschem Schritt ging es kilometerweit durch den Regen.

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27. Januar 2015, 07:45 Uhr

Ein fieseres Wetter hätte sich das Schleswiger Team für seine erste öffentliche Trainingseinheit gar nicht aussuchen können. Bei durchdringendem Nieselregen aber zeigte sich gestern Nachmittag, was Teamgeist und Entschlossenheit so alles bewirken können: Die elfköpfige Mannschaft mit Bürgermeister Arthur Christiansen ist fest entschlossen, im Städtewettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags bis zum 24. März mehr abzunehmen, als die sieben Konkurrenten. Und dafür nehmen sie einiges in Kauf. Kurz vor dem Start hatten sich trotz des abschreckenden Wetters alle rechtzeitig in der Sport- und Gesundheitszentrum Klimmzug eingefunden. Chefin Martina Pilarczyk und Trainer Andre Wiebe sind begeistert von dem Teamgeist. „Eine tolle Truppe, man muss sie gelegentlich sogar bremsen“, sagte Pilarczyk. Aber auch kleine Wehwehchen können die Teilnehmer nicht stoppen: Annette Hiby klagte zwischenzeitlich über ein geschwollenes Knie. „Ich habe zu viel gemacht“, erklärte sie. Der Arzt punktierte, holte 120 Milliliter Wasser aus dem Gelenk – und schon ging es weiter. „Ich habe nur eine Trainingseinheit versäumt“, berichtet die Sportlerin. Lohn der Anstrengung: Sie hat bereits 3,6 Kilo abgenommen und damit ihren Teil zu den insgesamt 36 Kilo beigetragen, die das Schleswiger Team abgeschmolzen hat. Mit einem Gesamtgewicht von fast 1,3 Tonnen stellen die Schleswiger das schwerste Team.

Wie gut die Stimmung in der Truppe ist, zeigt sich gestern bereits auf den ersten Metern der Walking-Tour durch Schleswig. Es geht durch den Friedrichsberg, am Prinzenpalais, am Roten Elefanten und am Schloss vorbei, die Schlei entlang und durch den Lollfuß. Die Teilnehmer spornen sich gegenseitig an, versuchen gemeinsam, das Wasser zu ignorieren, das sich von unten und von oben in die Kleidung saugt. Für viele ist es anstrengend, doch die Laune ist gut. Man duzt sich schon lange, sie wollen sogar demnächst gemeinsam essen gehen. Kalorienreduziert, versteht sich, und möglichst noch mit guten Tipps vom Küchenchef zu gesunder Ernährung. „Wir wollen uns auch mal treffen, ohne verschwitzt zu sein. Einfach entspannt“, sagt Organisator Rainer Herold, der noch nach einem passenden Restaurant sucht.

Es herrscht gelöste Stimmung, aber auch Disziplin. Im Stadtweg wird der herrliche Duft aus den Bäckereien standhaft ignoriert – als vorläufiges Ziel lockt das Rathaus, wo Bürgermeister Arthur Christiansen eine Erfrischung versprochen hat. „Vielleicht gibt’s ja Schnittchen“, unkte Annette Hiby. Natürlich gab es keine Leckereien, sondern nur Wasser. Das gibt der Schleswiger Haushalt nicht her – und hätte auch dem Ziel widersprochen, das alle vor Augen haben: Abnehmen. So viel wie möglich. Und dafür kann man auch mal mit knurrendem Magen bei Regenwetter durch die Stadt marschieren.

www.shz.de/Staedtewettbewerb

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