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Ernährung & Gesundheit

21. August 2017 | 16:26 Uhr

Schon gewusst? : Mit Saft und Kraft

vom

Heilpflanzensäfte aus Brennnessel, Löwenzahn und Co. regen den Stoffwechsel an und helfen bei Frühjahrsmüdigkeit.

Müde, lustlos, infektanfällig, Hautprobleme und ein paar Kilogramm zu viel an Bauch und Hüften: So geht es derzeit vielen von uns am Ende des Winters. Mit Heilpflanzensäften kann man fit und gesund ins Frühjahr starten. Frischpflanzenpresssäfte sind besonders wirkungsvoll, um den Stoffwechsel anzuregen und den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen, da hier alle Inhaltsstoffe der Pflanze - darunter Alkaloide, Gerb- und Bitterstoffe oder ätherische Öle - enthalten sind.

Außerdem eignet sich eine Kur auch prima zur Unterstützung einer Diät. Frischpflanzenpresssäfte bekommt man einzeln oder als Mischung in Apotheken und Reformhäusern. Mit einem geeigneten Entsafter kann man Rohsäfte auch selbst herstellen. Heilpflanzensäfte sollten am besten zweimal täglich über mehrere Wochen eingenommen werden. Um die Ausscheidung und Entschlackung von Giftstoffen zu fördern, sollte man zusätzlich viel trinken. Folgende Pflanzensäfte sind besonders empfehlenswert:

Artischockensaft

Bewährtes Mittel zur Anregung der Leber- und Gallentätigkeit, das auch cholesterinsenkend wirkt. Außerdem regt Artischocke den Fettstoffwechsel an.

Birkensaft

Die Inhaltsstoffe lindern bakterielle Entzündungen der Harnwege und wirken unterstützend bei rheumatischen Beschwerden. Birkensaft ist wegen seiner "durchspülenden" Wirkung gut geeignet für eine Frühjahrskur.

Brennnesselsaft

Kraut und Wurzel der Brennnessel werden während der Blüte gesammelt. Die darin enthaltenen Stoffe helfen nicht nur gegen (Frühjahrs-)Müdigkeit und Stress, sondern sorgen auch für eine reine, glatte Haut. Medizinisch wird Brennnessel auch bei Nieren-, Blasen- und Prostataleiden sowie rheumatischen Beschwerden eingesetzt.

Brunnenkressesaft

Reinigt das Blut und wirkt anregend auf Darm, Leber und Galle. Jod regt zudem den Grundumsatz an, Vitamin C stärkt die Abwehr.

Löwenzahnsaft

Ist - vor allem in Kombination mit Sellerie- und Brennnesselsaft - besonders geeignet für eine Ausscheidungs- und Entschlackungskur. Die Bitterstoffe regen Leber, Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse an.

Sauerkrautsaft

Eine mehrwöchige Kur mit Sauerkrautsaft unterstützt die gesunde Darmflora und ist daher bei Verdauungsbeschwerden, infektiösen Magen- und Darmentzündungen sowie Nervosität und Unruhe hilfreich. Zudem wirkt Sauerkraut mild entwässernd und harntreibend.

Schafgarbensaft

Entspannt bei nervösen und leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und kann zudem Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden lindern.

Selleriesaft

Zum Abbau von Schlacken und anderen Stoffwechselprodukten ist eine Kur mit Selleriesaft günstig. Sellerie enthält nicht nur besonders viel entwässerndes Kalium, sondern auch zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Weißdornsaft

Ist wegen seiner Herzstärkenden Wirkung bekannt und daher ein ideales Mittel, um Kreislaufschwäche und Erschöpfung vorzubeugen. Der Saft wirkt auch stärkend nach Infektionen.

Zinnkrautsaft

Enthält besonders viel pflanzliche Kieselsäure. Diese strafft Haut und kräftigt Haare und Nägel, entwässert und kräftigt die Körperstruktur. Außerdem regt Zinnkraut die Nierentätigkeit an. Auch Husten und Heiserkeit können gelindert werden.

Hinweis: Von Heilpflanzensäften sind unter normalen Umständen keine Nebenwirkungen zu erwarten. Personen mit akuten Nierenerkrankungen sollten jedoch sicherheitshalber vorher einen Arzt oder Apotheker fragen.

Frisch gepresste Gesundheit

Gepresste Säfte aus Obst, Gemüse und Kräutern sind nicht nur lecker sondern auch sehr gesund. Damit sie heilende Wirkung haben und alle Vitamine, Enzyme und Mineralien erhalten bleiben, müssen sie mit einem schonenden Entsafter ausgepresst werden. In ihrem Buch "Die Saft-Therapie" hat Dr. Rosina Sonnenschmidt maßgeschneiderte Pläne ausgearbeitet. Je nachdem, ob man die Säfte zur Prävention, zum leichten Einstieg in eine Ernährungsumstellung oder zur Therapie bestimmter Beschwerden einsetzen möchte. Die konzentrierten Säfte werden schluckweise getrunken, beinahe gekaut.

Hier ein Beispiel für einen Saft der unser Gefäßsystem "durchputzt": 5 bis 6 Karotten, 2 Stängel Rettichgrün, 1 Stück Rettich in kleinen Portionen in den Entsafter geben und auspressen.

Rosina Sonnenschmidt, "Die Saft-Therapie", Narayana Verlag, 168 S., 24 Euro, ISBN 3-941706-98-9.

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erstellt am 08.Mär.2013 | 05:45 Uhr

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