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Prostata : Mit gesunder Lebensweise vorbeugen

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Gesicherte Erkenntnisse darüber, wie eine Prostatavergrößerung verhindert werden kann, gibt es nicht. Doch eine gesunde Lebensweise kann sich günstig auswirken.

Eine gutartige Vergrößerung der Prostata im Alter ist nicht ungewöhnlich und führt auch nicht zwangsläufig zu Problemen. Oft vergrößern sich aber besonders die Bereiche, die in der Nähe der Harnröhre liegen. So kann die vergrößerte Prostata auf die Harnröhre drücken und Schwierigkeiten beim Wasserlassen bereiten.
Durch Medikamente oder operative Eingriffe können die Probleme behoben werden, aber Mediziner diskutieren auch die Risikofaktoren für das Benigne Prostatasyndrom - also für Probleme beim Wasserlassen, die durch eine vergrößerte Prostata verursacht werden. Abgesehen vom größten Risikofaktor, dem Alter, das nicht beeinflussbar ist, gehören möglicherweise auch Diabetes, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und chronische Prostataentzündungen dazu.

Bewegung und gesunde Ernährung

Daraus ergeben sich verschiedene vorbeugende Maßnahmen, die Risikopatienten ergreifen können. Dazu gehört zunächst die Reduktion von starkem Übergewicht. Es wird vermutet, dass das metabolische Syndrom sich negativ auf die Entwicklung einer vergrößerten Prostata auswirkt. Das metabolische Syndrom ist eine Kombination aus starkem Übergewicht, mangelnder Bewegung, Insulinresistenz - die zu Diabetes führt -, Bluthochdruck und veränderten Blutfettwerten. Bewegung und gesunde Ernährung kommen also als vorbeugende Maßnahmen hinzu.
Zu diesen Zusammenhängen gibt es viele Studien, da eine vergrößerte Prostata weit verbreitet ist. Die Medizin ist um Ursachenforschung bemüht. Doch nicht alle Experten kommen zu den gleichen Ergebnissen. In vielen Studien wurde ein positiver Effekt des Abnehmens auf das Risiko, an dem Benignen Prostatasyndrom zu erkranken, gezeigt. Andere Untersuchungen wiesen dagegen kein erhöhtes Risiko bei Übergewicht nach. Allerdings wirkt sich die Reduktion von starkem Übergewicht auch positiv auf beispielsweise das Herz-Kreislaufsystem aus - und beugt dadurch unter anderem dem Risiko vor, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Betakarotin und Vitamin C

Auch bezüglich der Ernährung gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es wird vermutet, dass Obst und Gemüse mit einem hohen Gehalt an Betakarotin, Lutein oder Vitamin C sich positiv auswirken. Dazu gehören Karotten (Betakarotin), Weißkohl (Lutein und Vitamin C), Schwarze Johannisbeere und Hagebutten (Vitamin C).
Eindeutige Erkenntnisse gibt es dagegen bezüglich der körperlichen Aktivität. Schon durch zwei bis drei Stunden Bewegung in der Woche kann das Risiko für Beschwerden am unteren Harntrakt deutlich verringert werden: um etwa 25 Prozent. Wer sich noch mehr bewegt, kann das Risiko sogar halbieren. Außerdem wird davon ausgegangen, dass es sinnvoll ist, möglichst früh mit der körperlichen Betätigung zu beginnen - und nicht erst im späten Alter.

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erstellt am 12.Jun.2013 | 09:46 Uhr

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