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Schönheit : Mit dem Laser gegen Altersflecken

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Für die Entfernung von Pigmentveränderungen aus kosmetischen oder medizinischen Gründen gibt es verschiedene Möglichkeiten.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2013 | 07:27 Uhr

Pigmentveränderungen wie Alters- oder Sonnenflecken kennen viele. Mit ihnen lässt sich in der Regel gut leben. Wen sie dennoch stören, sollte einen Dermatologen aufsuchen. Bei ihm kann sich jeder über eine mögliche Laserbehandlung, aber auch über die Grenzen einer Entfernung beraten lassen. Bei dieser Art von Pigmentveränderungen ist eine Entfernung per Laser prinzipiell möglich.
Anders ist die Situation bei "echten" Muttermalen und Leberflecken. Dr. Michael Weichenthal von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums in Kiel rät aus verschiedenen Gründen von einer Laserbehandlung bei diesen Pigmentmalen dringend ab. "Das Pigmentmal wird durch den Laser meist nicht komplett entfernt", erklärt der Mediziner. "Vielfach geht nur das sichtbare Pigment verloren, während ein Teil der Pigmentzellen die Behandlung überlebt." Dabei sei nicht bekannt, wie sich die Laserbehandlung auf die Hautzellen auswirke. Dies könne dann zu einem Risiko werden, wenn es um das Thema Hautkrebs gehe, warnt Weichenthal. "Beim Lasern können die Zellen nicht - wie beim Herausschneiden - unter dem Mikroskop untersucht werden. Darum ist in solchen Fällen die operative Entfernung zu empfehlen."

Vorsorge gegen Hautkrebs

Eine Kontrolle der Pigmentmale nach der Entfernung sei nämlich besonders wichtig. "Der überwiegende Teil der Patienten kommt zwar nicht aufgrund einer klaren Hautkrebsdiagnose", sagt Weichenthal. Doch aus Gründen der Vorsorge werde häufig eine Entfernung auffälliger Pigmentmale vorgenommen.
Natürlich sei auch eine Entfernung aus kosmetischen Gründen möglich. Sie komme jedoch nicht so häufig vor. Gerade im Gesicht erreiche man auch mit einer operativen Entfernung meistens gute Ergebnisse, da auf der Gesichtshaut die Narben "überwiegend kosmetisch befriedigend ausfallen".

Große Male können gefährlich sein

Prinzipiell spielen ästhetische Beweggründe aber bei großen angeborenen Pigmentmalen eine Rolle. "In diesem Bereich finden Behandlungen sowohl aus ästhetisch-kosmetischen Gründen als auch aus Vorsorgegründen statt", berichtet der Experte. Denn auffällig große Male bedeuteten oft eine psychische Belastung, weiß Weichenthal.
In der Regel werden diese Pigmentmale bereits im Kindes- und Jugendalter behandelt, da die Entfernung aus medizinischer Sicht auch prophylaktische Gründe hat: "Das Entartungsrisiko steigt mit der Größe", erklärt er. Das unterstreiche auch die Individualität des Problems. Er erklärt zudem, dass die Entfernung schwieriger wird, je größer die betreffende Stelle ist. Darum bedürfen große angeborene Pigmentveränderungen einer regelmäßigen Kontrolle.

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