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Lungenkrankheiten : Mit Bedacht in den Urlaub

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Damit der Urlaub mit einer chronischen Atemwegserkrankung wie Asthma oder COPD nicht zur Qual wird, sollten im Vorfeld einige Tipps vom Experten befolgt werden.

Bei dem trüben Wetter ist es verlockender denn je zu verreisen. Doch für Patienten mit einer chronischen Atemwegserkrankung ist es schwierig sich einfach spontan in den nächsten Flieger zu setzten. Dr. Helmut Berck, Vorsitzender des Vorstandes Patientenliga Atemwegserkrankung e.V. gibt einige nützliche Tipps, mit denen auch Betroffene einen erholsamen Urlaub verbringen können.

Einen sorgfältige Planung und Recherche ist zunächst unumgänglich, denn eine allgemeingültige Aussage über den perfekten Urlaubsort lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Arten der Atemwegserkrankung nicht treffen. Jeder sollte sich selbst darüber im Klaren sein, wie das individuelle körperliche Leistungsniveau ist und in welchen Situationen eine Atemnot belasten könnte. Vor Reisebeginn kann ein Gespräch mit dem Arzt helfen.

Bedingungen vor Ort im Vorfeld klären

Wer zum Beispiel ein Asthma bronchial hat, das von Allergenen geprägt wird, sollte sich vorab über den Pollenflug am Urlaubsort informieren und stark betroffene Reiseziele ausschließen. Die Milbenbelastung kann im Vorfeld soweit wie möglich ausgeschaltet werden, wenn Betroffene sich mit dem Hotel über Bettwäsche und Matratzen in Verbindung setzen und notfalls eigene spezielle Bezüge mitnehmen. Der Experte weist darauf hin, dass bei der Verwendung von Inhalationsgeräten eine ausreichende Versorgung, durch zum Beispiel einen Sauerstofflieferanten sowie Hilfe bei einem technischen Defekt, vor Ort gewährleistet sein muss.

Auch die generellen ärztlichen Versorgungsmöglichkeiten sind vor dem Antritt der Reise ausführlich abzuklären. Dazu gehört das Wissen, ob es einen Lungenfacharzt vor Ort gibt und wie dieser zu erreichen ist. Desweiteren sollte man in Erfahrung bringen wo für den Notfall das nächstgelegene Krankenhaus zu finden ist und ob dieses eine pneumologische Abteilung hat. Um unterwegs Hilfe anfordern zu können, sollte ein Handy mit geladenem Akku auf allen Ausflügen griffbereit sein. Auch die Telefonnummer vom Hausarzt sollte nicht fehlen.

Bequem ans Ziel

Ist das Reiseziel ins Auge gefasst, sollte die eigene Anreise möglichst angenehm gestaltet werden. Dazu gehören zum Beispiel simple Schritte wie Sitzplatzreservierungen im Zug oder Autopausen an der frischen Luft. Ein wichtiger Punkt ist auch das Handgepäck, das alle erforderlichen Medikamente in ausreichender Menge beinhalten sollte. Die Begleitpersonen sollten darüber informiert werden, wie die einzelnen Medikamente im Notfall einzusetzen sind. Wird die Reise nach diesen Gesichtspunkten sorgfältig geplant, steht einem erholsamen Urlaub nichts im Weg.

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erstellt am 13.Mär.2013 | 10:21 Uhr

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