Gesunder Schulausflug : Mit allen Sinnen Obst entdecken

Edeka-Mitarbeiterin Birthe Wulf zeigt den Schülern, wie Fruchtspieße hergestellt werden. Foto: Klasse 4c
Edeka-Mitarbeiterin Birthe Wulf zeigt den Schülern, wie Fruchtspieße hergestellt werden. Foto: Klasse 4c

Die Klasse 4 c der Grundschule an der Schwale in Neumünster erkundete in einem Einkaufsmarkt gesunde Lebensmittel - und wie man mit ihnen umgeht.

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24. Juni 2013, 08:10 Uhr

Neumünster | Die Klasse 4 c der Grundschule an der Schwale besuchte während des Projektes "Zeitung in der Schule" (Zisch) den Edeka-Markt an der Goethestraße in Neumünster. Dort konnten die Kinder einen Blick hinter die Kulissen werfen. In einem Sinnesparcours prüften sie, wie gut sie sich mit gesunden Lebensmitteln auskennen.
Ein bunt gedeckter Tisch, eine große Auswahl an gesundem frischen Obst und Gemüse erwartete die Kinder im Eingangsbereich des Marktes. 90 Mitarbeiter sollen täglich dafür sorgen, dass die Lebensmittel frisch und knackig sind. Dass einige Früchte einen sehr langen Weg hinter sich haben, sieht man ihnen gar nicht an. Sie kommen per Flugzeug direkt nach Hamburg, von wo sie früh morgens gut gekühlt mit dem Lkw nach Neumünster geliefert werden.

Unbekanntes Obst entdeckt

Jutta Meyer, die Marktinhaberin, erzählte, dass täglich rund 3000 Kunden den Markt besuchen. Bei einem Rundgang war es auf einmal sehr kalt. Grund war der Besuch im Kühlraum des Marktes, dem riesigen Kühlschrank. Temperaturen um drei Grad sorgen dafür, dass die Ware lange haltbar bleibt, damit möglichst wenig weggeschmissen werden muss. Falls einige Waren doch mal eine kleine Stelle haben, kommt jeden Tag ein Mitarbeiter der Neumünsteraner Tafel und holt diese Lebensmittel ab. Dort wird das noch essbare Essen an Menschen, die nicht so viel Geld haben, verteilt.
Beim weiteren Rundgang mit Ursula Cimbal, zuständig für die Bio-Abteilung des Marktes, stellten die Kinder fest: Es gibt ganz schön viele verschiedene Obstsorten. Neu für viele war zum Beispiel ein Pfirsich mit einem ganz komplizierten Namen: der Paraguayos. Man kann auch Wildpfirsich sagen. Er ist kleiner und platter als ein normaler Pfirsich, schmeckt aber sehr saftig. Auch von weit weg kommen die Sternfrucht, die Sharonfrucht oder der Granatapfel. Besonders spannend war für alle die große Spargelschälmaschine. Der Spargel kommt wenn möglich aus der Umgebung.
Nach diesem spannenden Blick hinter die Kulissen des Marktes hieß es: Wie gut kennt ihr euch mit Obst und Gemüse aus? Birthe Wulf, die Ernährungsberaterin von Edeka, erklärte den Kindern die Ernährungspyramide. Viel Wasser und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse sollte man täglich zu sich nehmen, sagte sie. An drei verschiedenen Stationen überprüften die Kinder ihre Sinne. Die Auszubildenden Caren Schulze, Veronika Epp und Rabea Schwarz halfen den Kindern dabei.

Kaffee kontert Knoblauch

An der Riechstation wurde es das erste Mal schwierig: Was riecht säuerlich, frisch und erinnert an Zitrone? Orange! Beim Zimt und Kaffee war es etwas einfacher. Und dann stank es: Knoblauch! Um diesen Geruch wieder aus der Nase zu bekommen, muss man wieder am Kaffee riechen. Der sorgt dafür, dass der neue Geruch wieder in der Nase ankommt, berichtete Caren Schulze.
Beim Schmecken hieß es Augen zu und nicht schummeln. Gar nicht so einfach, aber es machte Spaß, sich nur auf seinen Geschmack zu verlassen. Erstaunlich, dass es so schwierig ist, Kohlrabi und Radieschen zu unterscheiden. An der Taststation waren ausschließlich die Hände gefragt. Da brauchte der ein oder andere schon mal eine kleine Hilfestellung.
Wieder am Tisch durften die Kinder viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten probieren. Ursula Cimbal, Veronika Epp, Birthe Wulf, Caren Schulze, Veronika Epp und Rabea Schwarz hatten schon Melone, Pfirsich, Apfel, Mini-Bananen, Weintrauben, Erdbeeren, Paprika, Mini- Tomaten, Gurke und vieles mehr für uns zum "basteln" bereitgestellt.

Warum die Banane glücklich macht

Bunte Spieße wurden hergestellt. Die Kinder stellten fest, dass sogar Tomate und Weintraube richtig lecker zusammen schmecken. Auch Joghurt und Quark, sind gesunde Lebensmittel und schmecken mit Obst oder Paprika sehr gut. Die Kerne des Granatapfels sind zwar sehr sauer, aber auch überaus gesund.
Zum Schluss gab es noch ein Rätsel: Warum machen Bananen glücklich? Caren Schulze verriet es den Kindern: "In der Banane ist ein Stoff, Serotonin, von dem man sagt, dass er glücklich macht. Der gleiche Stoff ist auch in der Schokolade." Aber die Banane ist natürlich viel gesünder. Eine kleine Geschenktüte, überreicht von Birthe Wulf, rundete den Tag ab.

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