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Umfassende Beratung : Mehr Rechte für Patienten

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Laut einer Forsa-Umfrage wünschen sich Patienten ein umfangreiches Arztgespräch. Das Patientenrechtegesetz stimmt ihnen zu.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2013 | 07:47 Uhr

Vom neuen Patientenrechtegesetz versprechen sich die meisten Menschen einer aktuellen Umfrage zufolge eine bessere ärztliche Beratung. 77 Prozent der Befragten halten es demnach für sehr wichtig, dass sie verständlich und umfassend über Diagnose, Therapie und Risiken informiert werden, wie die DAK-Gesundheit am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Die Kasse hatte die repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.001 gesetzlich Versicherten in Auftrag gegeben.

Das Gesetz ist Ende Februar in Kraft getreten. Es fasst in großen Teilen bestehende Rechte der Patienten zusammen. Ein im Bürgerlichen Gesetzbuch verankerter Behandlungsvertrag regelt nun die Beziehungen zwischen Arzt und Patient. Zentral ist, dass Patienten umfassend über alles aufgeklärt werden müssen, was für die Behandlung wichtig ist - darunter fallen sowohl medizinische als auch wirtschaftliche Aspekte.

Die Beratungen müssen sich noch verbessern

Dass Patienten auf Behandlungskosten, die von den Kassen nicht übernommen werden, jetzt verständlich hingewiesen werden müssen, finden 65 Prozent sehr wichtig. Schließlich wurde jedem Vierten der Umfrage zufolge bei einem Arztbesuch im vergangenen Jahr eine solche Zusatzbehandlung angeboten. Über Vor- und Nachteile dieser "individuellen Gesundheitsleistungen" (IGeL) fühlte sich nur gut die Hälfte (54 Prozent) umfassend informiert. "Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten und Ärzte noch nicht überall auf Augenhöhe sind", erklärte Dieter Carius von der DAK-Gesundheit.

Zu den IGeL-Leistungen zählen manche Ultraschall- und Blutuntersuchungen sowie bestimmte ergänzende Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Auch in Zeiten des Internets informieren sich die meisten Patienten (87 Prozent) bei einem Mediziner über ihre Krankheit. An zweiter Stelle folgen Verwandte, Freunde und Bekannte (64 Prozent), auf Rang drei Expertenseiten im Internet (58 Prozent).

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