zur Navigation springen

"Es betrifft Dich" : Leser-Fragen zum Thema Osteoporose

vom

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich an Osteoporose erkranke? Und wie macht sich das bemerkbar? Zwei Ärzte beantworten Leser-Fragen.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2012 | 12:39 Uhr

Was ist eigentlich Osteoporose?
Dr. Lange: Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skeletts. Das Knochengerüst wird immer dünner, verliert den Zusammenhalt und Knochen brechen dadurch leichter. Die Ursache ist ein vermehrter Abbau oder verminderter Aufbau des Knochens, wodurch die Struktur geschädigt wird.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich an Osteoporose erkranke?
Dr. Lange: Rund acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose, etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann. Die Zahl der Erkrankungen hat sich in den vergangenen 50 Jahren verdoppelt. Dadurch, dass die Menschen immer älter werden, wird die Zahl von osteoporosebedingten Knochenbrüchen an der Wirbelsäule, am Oberschenkel und der Hüfte auch künftig stark zunehmen. Nach Herzinfarkt und noch vor Diabetes ist die Osteoporose die „teuerste“ Krankheit. Es ist nicht übertrieben, bei dieser Erkrankung von einer Volkskrankheit zu sprechen.
Was sind erste Anzeichen einer Osteoporose?
Dr. Stahl: Wenn jemand feststellt, dass er deutlich kleiner geworden ist, etwa wenn Blusen und Blazer zu lang werden, kann das auf eine Osteoporose-Erkrankung hinweisen. Auch ein Knochenbruch nach einem nicht so schlimmen Sturz kann ein Anzeichen sein. Natürlich auch die Entwicklung eines Rundrückens. Ein Arzt würde danach fragen, ob es zum Beispiel Schenkelhalsbrüche bei den Eltern gab, um das individuelle Risiko zu beurteilen.
Wie wird Osteoporose festgestellt?
Dr. Stahl: Nach einer gezielten Patientenbefragung folgt eine körperliche Untersuchung und – bei erhöhtem Risiko – eine Messung der Knochendichte. Bei akuten Schmerzen, deren Ursache unklar ist, und natürlich auch bei einem Verdacht auf einen Knochenbruch wäre eine Röntgenuntersuchung unbedingt angebracht. Um andere Erkrankungen auszuschließen, die Knochen dünn werden lassen, würde man das Blut des Patienten untersuchen.

Jetzt sind Sie dran: Schicken Sie unseren Experten Ihre Fragen zum Thema Schlaganfall. E-Mail: info@esbetrifftdich.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen