"Es betrifft Dich" : Leser-Fragen zum Thema Arteriosklerose

Der Experte: Dr. Knut Peer Walluscheck ist seit 2006 Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des Diakonissenkrankenhauses in Flensburg. Foto: shz
Der Experte: Dr. Knut Peer Walluscheck ist seit 2006 Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des Diakonissenkrankenhauses in Flensburg. Foto: shz

Wie bemerkt man, dass die Bauchschlagader erweitert ist? Und wann lohnt sich eine Operation? Der Chefarzt einer Flensburger Klinik für Gefäßchirurgie beantwortet Leserfragen.

shz.de von
20. März 2012, 09:26 Uhr

Woran bemerkt der Patient, dass eine Aussackung der Bauchschlagader vorliegt?
Über 80 Prozent der Patienten bemerken von dieser Erweiterung nichts. Was ein besonderes Risiko darstellt, da häufig erst in Verbindung mit dem Platzen der Bauchschlagader Symptome auftreten. Dies gilt es jedoch dringend zu verhindern, da ein Platzen der Bauchschlagader lebensbedrohlich ist. Wir raten daher zu einer sogenannten Screening-Untersuchung zur Vorsorge, die problemlos und schnell mittels Ultraschall möglich ist.
Ist eine Operation noch machbar, wenn man über 70 Jahre alt ist und Begleiterkrankungen vorliegen?
Die Entwicklung der modernen Operations-Technik (Endoprothese) ermöglicht in vielen Fällen eine Operation ohne großen Bauchschnitt – und in lokaler Betäubung im Bereich der Leiste. Das mindert deutlich die Belastung des Patienten. Man sollte sich nach der Entdeckung einer derartigen Aussackung an ein erfahrenes Gefäßzentrum wenden.
Gibt es Einschränkungen, die nach einer Operation zu beachten sind?
Nach der Operation über die Leistenarterie ist nach abgeschlossener Wundheilung keine entscheidende Einschränkung gegeben. Auch sportliche Betätigungen sind früh wieder möglich. Im Vergleich zur offenen Operation über einen Bauchschnitt ist dies einer der besonderen Vorteile der modernen Operations-Technik.

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