Schon gewusst? : Krankengeld trotz Kündigung

In diesem Fall steht und das Geld zu. Foto: dpa
In diesem Fall steht und das Geld zu. Foto: dpa

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland teilt mit, dass auch bei einer Krankschreibung am letzten Arbeitstag der Anspruch auf Krankengeld bestehen bleibt.

shz.de von
24. Oktober 2012, 09:42 Uhr

Elmshorn | Wer an seinem letzten Arbeitstag krankgeschrieben wird, hat Anspruch auf Krankengeld. Und das, obwohl der Anspruch erst am Tag nach der Krankschreibung entsteht. "Wird ein Arbeitnehmer am letzten Tag vor dem Ende seines Arbeitsverhältnisses krankgeschrieben, haben Krankenkassen bis vor kurzem oft die Ansicht vertreten, dass sie in solchen Fällen nicht zahlen müssen", sagt Zeljka Pintaric von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in Landshut. Das Bundessozialgericht hat nun klargestellt, dass auch eine Krankschreibung am letzten Arbeitstag für einen Anspruch auf Krankengeld ausreicht.
"Die Krankschreibungen vom Arzt dürfen auch bei langwierigen Erkrankungen keine Lücken aufweisen. Andersfalls geht der Anspruch auf Krankengeld verloren. Die Folgekrankschreibung vom Arzt muss bereits ausgestellt worden sein, bevor die alte abläuft", sagt die Patientenberaterin.
Hilfe für Jedermann
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät seit 2006 Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen und das qualitätsgesichert, kostenfrei, neutral und unabhängig.
Hierbei handelt sie im gesetzlichen Auftrag nach § 65 b Sozialgesetzbuch V. Dessen Ziel ist es, die Patientenorientierung im Gesundheitswesen zu stärken und Problemlagen im Gesundheitssystem aufzuzeigen. Die UPD berichtet daher einmal jährlich über die Erkenntnisse ihrer Beratungsarbeit an den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patienten.

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