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Gesund Sport treiben : Knieschmerzen beim Sport: Worauf man achten sollte

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Wenn das Knie beim Joggen, bei Kraftübungen oder Ausdauersport schmerzt, sendet der Körper ein Warnsignal. Der Sportler sollte hierauf hören. Vier Tipps.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 04:12 Uhr

Sport kräftigt Muskeln, Knochen und Sehnen, stärkt das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem und kann Krankheiten wie Diabetes oder Schlaganfall vorbeugen. Das belegt auch eine Studie zum Thema Körperliche Aktivität des Robert Koch Insituts. In einer Folgestudie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland konnte das Institut zudem feststellen, dass der Anteil der sportlich Aktiven in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Umso schlimmer ist es, wenn Knieschmerzen die Freude daran oder die Möglichkeit zur körperlichen Bewegung schmälern.

Die Ursachen für Beschwerden können vielfältig sein - etwa eine akute Verletzung oder Schäden durch anhaltende Über- oder Fehlbelastungen. Damit sich daraus keine Arthrose entwickelt beziehungsweise eine bestehende verschlimmert, sollten Sie diese 5 Tipps beherzigen:

  1. Bei Beschwerden Arzt aufsuchen
    Bei Knieschmerzen sofort zum Arzt: Statt lange selbst zu laborieren, ist der Rat eines guten Orthopäden angezeigt. Er kann eine genaue Diagnose erstellen, was die Beschwerden verursacht und die geeignete Therapie einleiten.
     
  2. Erst kurieren, dann trainieren
    Bei einer Verletzung sollte die vom Arzt verordnete Therapie gewissenhaft befolgt werden - das können operative Maßnahmen sein, das Tragen stützender Orthesen oder Physiotherapie bzw. Krankengymnastik. Erst wenn alles auskuriert ist, kann wieder mit dem Sport begonnen werden, denn schlecht verheilte Verletzungen begünstigen die Entstehung einer Arthrose.
     
  3. Sanfter Sport bei Knieschmerzen
    Engagierte Freizeitsportler mit Arthrose sollten auf schonende Sportarten umsteigen. Alles, was schnelle Sprints, Stopps, Drehungen und hohe Belastungsspitzen erfordert, ist eher ungeeignet, so etwa Fußball, Tennis, Alpin Ski, intensives Joggen. Empfehlenswert sind dagegen wegen gleichmäßiger Bewegungsabläufe und wenig Gelenkbelastung Walken, Radfahren, Schwimmen, Aqua-Gymnastik, Crosstrainer, Wandern in der Ebene oder Skilanglauf.

    Beim Nordic Walking werden durch den Einsatz von Stöcken auch die Arme und Schultern aktiv in den Bewegungsablauf einbezogen.
    Beim Nordic Walking werden durch den Einsatz von Stöcken auch die Arme und Schultern aktiv in den Bewegungsablauf einbezogen. Foto: Malte Christians

     
  4. Knieschmerzen lindern
    Regelmäßige Bewegung ist eine der wichtigsten Säulen in der Arthrose-Behandlung. Dafür sollten Patienten möglichst schmerzfrei sein. Der behandelnde Orthopäde kann herkömmliche Schmerzmittel verschreiben oder ggf. auch Injektionen in das von den Knieschmerzen betroffene Gelenk. Sie können die Schmier- und Pufferfunktion der natürlichen Gelenkflüssigkeit ergänzen oder ersetzen. Damit lassen sich häufig Schmerzen langfristig lindern.
     
  5. Eventuell Ernährung umstellen

    Ziel einer Diät ist bei vielen erstens die Reduktion von etwaigem Übergewicht - schon fünf Kilo verdoppeln das Risiko für eine Kniearthrose. Denn dieses Gelenk muss einen Großteil der Stöße und Belastung abfangen. Zweitens können bestimmte Lebensmittel den Verlauf von Arthrose positiv beeinflussen. Ernährungsexperten empfehlen bei Knieschmerzen durch Arthrose eine fleisch- und fettarme Kost mit viel Obst und Gemüse, Fisch, Pilzen, Pflanzenölen und Vollkornprodukten in Maßen. Mit schwerem Braten, Wurst, Milchprodukten und Eiern erhält der Körper nicht nur reichlich Kalorien, sondern auch viel Arachidonsäure. Die Fettsäure ist maßgeblich an den bei Arthrose entstehenden Entzündungsreaktionen im Gelenk beteiligt ist. Fetter Fisch wie Makrele, Lachs oder Hering dagegen liefert Eicosapentaensäure, die Entzündungen abschwächt.

    Sieht nicht nur gut aus, schmeckt auch gut und ist gesund: Gemüse.
    Sieht nicht nur gut aus, schmeckt auch gut und ist gesund: Gemüse. Foto: Pixabay
     
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