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Rückenschmerzen : Kleine Übungen für starken Rücken

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Kleine Gewohnheiten im Alltag können Rückenschmerzen vorbeugen. Im Fitness-Studio kann man bewusst Muskeln aufbauen.

Neumünster | Wer kennt das nicht: Morgens setzt man sich ins Auto, im Büro sitzt man vor dem Computer, auf einem Termin sitzt man mit anderen zusammen, abends landet man auf dem Sofa. Dafür ist der Mensch aber nicht geschaffen, die Evolution hat ihn auf Bewegung getrimmt. Und es ist ganz einfach, ein wenig Schwung in den Alltag zu bringen. Krankenkassen geben viele Tipps, die auch für Unsportliche einfach umzusetzen sind.
Bewegungsmangel ist ein zentraler Risikofaktor für viele Zivilisationskrankheiten. Allein bei den Mitgliedern der AOK Nordwest gehen durch Krankschreibungen wegen Rückenschmerzen mehr als 1,1 Millionen Arbeitstage pro Jahr verloren. In der Region Neumünster/Kiel/Plön/Oldenburg machen Krankheiten des Bewegungsapparates 26 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus.

Kurze Wege mit dem Rad fahren

Um dem vorzubeugen, bieten viele Krankenkassen entsprechende Bewegungs- und Entspannungskurse wie progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Pilates oder Yoga an, deren Kosten sie teilweise oder ganz übernehmen. Auch im Alltag lassen sich ganz einfache Dinge einbauen. Die bekanntesten Beispiele: Treppe statt Fahrstuhl, kleinere Einkäufe zu Fuß erledigen, kurze Wege mit dem Rad fahren. Auf einem Parkplatz kann man sein Auto möglichst weit weg vom Einkaufsmarkt abstellen. Im Büroalltag sollte man sich unbedingt immer wieder strecken, mindestens alle 30 Minuten aufstehen und den Rücken lockern und dehnen. Jeder Haltungswechsel wirkt sich positiv auf den Rücken aus.
Ganz bewusst tut man beim Sport etwas für den Rücken; als rückenfreundlich gelten Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking. Man muss auch nicht supersportlich sein, um ins Fitness-Studio zu gehen. "Die Dosierung ist wichtig, man sollte nicht zu viel auf einmal wollen", rät Tim Muskat, Sport- und Fitnesskaufmann im Sportpark Arena in Neumünster. Als erstes werde im Gespräch geklärt, was für Ziele der Kunde habe und ob Risikofaktoren wie Bluthochdruck im Spiel seien. Je nach Ziel - Prävention gegen Rückenschmerzen, Gewichtsabnahme oder mehr Fitness - werde das Training konzipiert. Praktisch sehe das bei jemandem, der bisher nicht viel Sport getrieben hat, so aus: Fünf bis zehn Minuten auf dem Liegefahrrad aufwärmen, dann im Haupttraining 20 Minuten die Muskeln an der Wirbelsäule kräftigen. "Wenn man das acht bis zwölf Wochen zweimal pro Woche gemacht hat, ist man schon fitter. Aber man sollte sich nicht zu viel zumuten, damit man weiter motiviert ist", betont Muskat.

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erstellt am 13.Jun.2013 | 05:23 Uhr

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