Kassen droht Billionenloch

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08. August 2013, 03:59 Uhr

Kiel/Berlin | Deutschlands gesetzlicher Krankenversicherung fehlen ohne neue Geldquellen nach Berechnung des Kieler Ökonomen Thomas Drabinski bis zum Jahr 2060 rund 1128 Milliarden Euro. Es könne sogar mehr als doppelt so viel Geld fehlen, wenn der Standard der heutigen Versorgung gehalten werden solle, sagte der Leiter des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse gestern in Berlin. Grund sei unter anderem, dass die geburtenstarken Jahrgänge 1953 bis 1970 zu wenig Kinder bekommen hätten. So gebe es im Verhältnis immer weniger Beitragszahler. Bereits heute müsse Geld für die Versorgung zur Seite gelegt werden. "Es müssen Rücklagen gebildet werden, damit es in 20, 30 Jahren zur Verfügung steht." Geben solle es mehr Eigenvorsorge, Zuschläge für Kinderlose sowie mehr Steuerzuschüsse. Nötig sei es, ein Polster von 14 Milliarden Euro pro Jahr zu bilden. Die private Krankenversicherung solle erhalten werden, aber mit einer - anders als heute - für jeden Kunden errechneten Altersrückstellung.

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