Kirchen : Käßmann sieht in Halloween kommerziellen Humbug

Margot Käßmann hält nicht viel von Halloween.
Margot Käßmann hält nicht viel von Halloween.

Die frühere hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann empfindet Halloween in Deutschland als kommerziellen Humbug.

shz.de von
30. Oktober 2013, 09:27 Uhr

Man könne überall nachlesen, wie der Halloween-Trubel in Deutschland entstanden sei: «Es ging darum, irgendwo im Kalender zwischen den Sommer-Grillpartys und dem 1. Advent noch ein Verkaufs-Event mit allem möglichen Schnickschnack zu etablieren», sagte Käßmann den «Ruhr Nachrichten».

Sie betonte, Halloween sei gegen alle Grundüberzeugungen der Reformation: «(Reformator Martin) Luther wollte Angst nehmen - vor Geistern, Gespenstern, dem Bösen, dem Teufel. Und heute? Da sind am 31. Oktober die Kinder in Grusel-Kostümen unterwegs. Das kann ich nicht ernst nehmen», erklärte Käßmann. Sie sei aber dagegen, «mit moralisch erhobenem Zeigefinger gegen einen solchen Blödsinn anzugehen».

Die Ex-Bischöfin von Hannover ist die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

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