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Wohnen : Kälter, länger und voller - So lässt sich beim Wäschewaschen sparen

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Neue Haushaltsgeräte können sich in der Stromrechnung niederschlagen. Neuentwicklungen arbeiten immer effizienter. Aber: Das hilft nicht viel, wenn Verbraucher sie falsch bedienen. So gehen sie mit der Waschmaschine richtig um.

Waschmaschinen sind Stromfresser. Das Sparpotenzial ist hier also groß. Laut Stiftung Warentest beträgt der Strom- und Wasserverbrauch eines neuen Gerätes nur rund die Hälfte gegenüber einem 15 Jahre alten Modell. Doch am hohen Verbrauch ist auch der Verbraucher schuld: Er stellt die Temperatur höher als notwendig ein oder wünscht eine Vorwäsche. «Am meisten Ressourcen werden verschwendet, wenn man das Volumen nicht ausnutzt», sagt Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest in Berlin.

Wie viel maximal hinein kann, gibt die Füllmenge an. Sie bezieht sich auf die Beladung im Standardwaschprogramm für Baumwolle bei 60 oder 40 Grad. «Während früher viereinhalb oder fünf Kilo ein gängiges Ladevolumen bei Waschmaschinen war, geht der Trend heute zu sechs, sieben oder gar acht Kilo», sagt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt am Main. «Das ist schon eine ganze Menge. Man muss sich überlegen, wie schnell man dieses Volumen mit einer Sorte Wäsche tatsächlich zusammenbekommt.» Kluth-Kosnik empfiehlt für einen Haushalt mit zwei bis drei Personen eine Trommel für sechs Kilo.

Nachhaltig wäscht man, wenn man seine Programme gezielt einsetzt. Dafür müssen Kunden wohl oder über die Bedienungsanleitung studieren. Auf dem Etikett der Kleidung steht, wie heiß sie gewaschen und ob sie eventuell nur schonend gereinigt werden darf. Angegeben ist auch, ob Bleichmittel erlaubt ist.

«Einzelne Flecken werden am besten vorbehandelt», erläutert Josefa Stegherr, Beraterin beim Verbraucherservice Bayern in Augsburg. Gallseife sei hier gut. «Vorwäsche ist nur bei großen, verschmutzten Teilen wie etwa Tierdecken, Arbeitskleidung oder stark verdreckten Sporttrikots notwendig», sagt Glassl.

Wenig verschmutzte Textilien können im Kurzprogramm sauber werden. Aber: Die Länge des Programms macht für den Energieverbrauch relativ wenig aus, da der meiste Strom für das Aufheizen des Wassers benötigt wird. Wer wirklich sparen will, sollte statt 40 Grad 30 einstellen. Eine Alternative sind Eco-Programme, die allerdings lange laufen.

Wer hygienisch einwandfrei waschen will, sollte 60 Grad einstellen. Küchentextilien, Handtücher und Unterwäsche werden aber mit einem Universal- oder Vollwaschmittel in der Regel auch schon bei 40 Grad sauber. Denn diese Produkte enthalten Bleichmittel auf Sauerstoffbasis. Bei weißer Wäsche und bei starken Verschmutzungen ist der Einsatz daher gut. Aber Bleiche kann Buntes verfärben. Die farbschonende Alternative sind Buntwaschmittel.

Außerdem darf ein Produkt für Wolle und Seide nicht fehlen. «Alle anderen Waschmittel enthalten Enzyme, welche die tierischen Fasern angreifen können», erklärt Stegherr. Wie viel Waschmittel benötigt wird, richtet sich nach dem Volumen in der Trommel, dem Verschmutzungsgrad und der Wasserhärte. Die beste Orientierung für die Dosierung liefern die Angaben auf der Verpackung.

Infos vom IKW

Infos zum Waschen der Stiftung Warentest

Überblick Pflegesymbole

Infos zum EU-Label an Waschmaschinen

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erstellt am 19.Aug.2013 | 09:27 Uhr

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