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Unsere Experten haben das Wort : Ist Alzheimer ansteckend?

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Schock-Diagnose Alzheimer: Nordisch-Gesund-Experte Dr. Asmussen beantwortet Leserfragen. Diesmal geht es um die Ansteckungsgefahr bei Alzheimer.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2012 | 09:02 Uhr

Das Schicksal von Rudi Assauer (67) macht viele Menschen betroffen Galt der ehemalige Manager des Bundesligaclubs Schalke 04 doch über Jahre hinweg als starker Mann und unerschütterlicher Fels in der Brandung. Er selbst hatte sein Leben lang Angst, an Alzheimer zu erkranken – wie schon seine Mutter und sein Bruder vor ihm.
Jürgen Paul (68) aus Husum möchte deshalb von unserem nordisch-gesund-Experten wissen: Ist Alzheimer ansteckend?
Dr. Asmussen: Bisher gibt es keinen bewiesenen Fall einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Im Wesentlichen bestimmen die genetischen Anlagen eines Menschen, sein Alter, etwaige Vorerkrankungen und Umwelteinflüsse, ob und wann ein Mensch Alzheimer bekommt. Das zeigt auch der Fall Rudi Assauer, dessen Bruder und Mutter ebenfalls erkrankten. Außerdem können Infektionen eine Erkrankung möglicherweise als sogenannte Co-Faktoren begünstigen.
Zudem konnt in einem Tierversuchen durch die Injektion von Alzheimer-Hirnmaterial in die Bauchhöhle Alzheimer ausgelöst werden. Verantwortlich dafür sollen spezielle infektiöse Eiweiße sein. Deshalb muss aber niemand Angst davor haben, einen Alzheimer-Patienten zu pflegen. Zum einen ist es höchst unwahrscheinlich, dass diese Eiweiße aus dem Gehirn der betroffenen Menschen austreten. Zum anderen reicht der einfache Kontakt mit diesen Eiweißen nach allem, was wir heute wissen, für eine Ansteckung nicht aus.

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