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Ernährung & Gesundheit

23. Oktober 2017 | 19:38 Uhr

Hilfe bei Zwangsstörungen

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Exzessives Waschen der Hände, Reinigen der Wohnung, Kontrollieren elektrischer Geräte oder Fenster und Türen - Zwangsstörungen haben viele Gesichter. Die AOK Nordwest veranstaltet einen Infoabend "Zwangsstörungen verstehen und bewältigen" am Donnerstag, 23. Mai, 19 bis 21 Uhr in der Itzehoer AOK-Niederlassung, Theodor-Heuss-Platz 2 für Betroffene und Angehörige. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bei AOK-Mitarbeiterin Telse Gebhardt unter 04821/6087512 wird gebeten. Als Expertinnen referieren Oberärztin Monika Sonntag und Stationspsychologin Johanna Schriefer, beide von der Schön Klinik Bad Bramstedt. Sie informieren über Ursachen und Folgen von Zwangsstörungen und geben Tipps zu geeigneten Behandlungsmöglichkeiten und Therapieformen. "Nach dem Vortrag haben die Besucher die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen und mit den Experten zu diskutieren", sagt AOK-Niederlassungsleiter Thorsten Senff.

In Deutschland leiden bis zu zwei Millionen Menschen unter Zwängen. Der oftmals schleichende Beginn der Erkrankung liegt meist in der Pubertät und im frühen Erwachsenenalter. Rund 95 Prozent der Betroffenen erkranken bereits vor dem 40. Lebensjahr. Zwangsstörungen treten vor allem auf, wenn Menschen ihre Befürchtungen negativ bewerten und sich ihnen hoffnungslos ausgeliefert fühlen. Durch dieses extreme Verhalten erhoffen sie sich, dass Angst, Anspannung, Ekel und innere Unruhe reduziert werden. Allerdings kommt es nur kurzfristig zu einer Erleichterung, ehe sich wieder neue Zweifel einschleichen, die wiederum Zwangshandlungen auslösen. Dieser Teufelskreis bestimmt den Alltag, zwangsauslösende Situationen werden vermieden. Soziale Isolation kann die Folge sein.

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