Gesund und kalorienarm : Heidelbeeren - gesunde Superfrüchte

<p>Auch beim Backen lassen sich Heidelbeeren vielseitig einsetzen - zum Beispiel als in einer Heidelbeer-Schmand-Torte. </p>

Auch beim Backen lassen sich Heidelbeeren vielseitig einsetzen - zum Beispiel als in einer Heidelbeer-Schmand-Torte.

Lecker, gesund, blau -Heidelbeeren lassen sich sowohl frisch verzehren und sind gleichzeitig vielseitig in der Küche einsetzbar. Wissenswertes über die empfindlichen Heidekrautgewächse.

shz.de von
06. September 2018, 03:57 Uhr

Heidelbeeren werden regional auch Blaubeeren, Schwarzbeeren oder Wildbeeren genannt und stammen aus der Familie der Heidekrautgewächse. Von Ende Juni bis September haben Heidelbeeren bei uns Saison. Sie bevorzugen in der Natur feuchte Moorwiesen und das Unterholz lichter Moorwälder. Die Hauptanbaugebiete liegen in der Lüneburger Heide, in Brandenburg und im Oldenburger Raum sowie in Süddeutschland und Mittelbaden.

Blaubeere vs. Kulturheidelbeere

Wer die kleinen blauen Früchtchen mag, wird längst festgestellt haben, dass es sich bei der angebotenen Ware inzwischen meist um die Kulturheidelbeere handelt. Denn diese unterscheidet sich in einem auffälligen Merkmal von der heimischen Waldheidelbeere: Nach dem Genuss von Waldheidelbeeren färben sich Zunge und Zähne intensiv blau. Die intensive Färbung bewirken Pflanzenfarbstoffe namens Anthocyane, die bei Blaubeeren sowohl in der Schale als auch im Fruchtfleisch enthalten sind. Bei Kulturheidelbeeren befinden sich diese Farbstoffe nur in der Schale – sie färben nicht beim Essen.

Die Blaubeere wird in Deutschland meist als Kulturheidelbeere angebaut. Diese Sorten sind aus der Untergattung der amerikanischen Heidelbeere hervorgegangen und stammen nicht, wie oft fälschlich angenommen, von der heimischen Waldheidelbeere ab. Blaubeeren sind meist kleiner als Kulturheidelbeeren und durch und durch dunkelblau gefärbt.

Die feinen Unterschiede

Botanisch handelt es sich um zwei unterschiedliche Arten: Die Waldheidelbeere Vaccinium myrtillus ist ein in Europa und Asien beheimateter Zwergstrauch, der in lichten Nadelwäldern, Hochmooren und Heiden vorkommt. Die Kulturheidelbeere Vaccinium corymbosum stammt dagegen aus Nordamerika und ist aus Kreuzungen verschiedener Wildarten hervorgegangen. Auch hinsichtlich der Inhaltsstoffe gibt es Unterschiede. Kulturheidelbeeren enthalten rund doppelt so viel Zucker wie Waldheidelbeeren, allerdings nur etwa die Hälfte der organischen Säuren. Daher schmecken Waldheidelbeeren süßsäuerlich aromatisch, die Kulturvariante ist süßer und nicht ganz so intensiv im Geschmack. Hinsichtlich des Gehaltes an Vitaminen und Mineralstoffen gibt es aber keine größeren Unterschiede. Im Vergleich zu anderen Früchten besitzen Heidelbeeren relativ viel Vitamin E und Mangan.

<p>Der Saft der Heidelbeere ist aufgrund des blauen Farbstoffs Anthocyan intensiv blau gefärbt. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie gehören zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Ballaststoffe, Fruchtsäuren, Mangan, Mineralstoffe wie Magnesium, Vitamin E und Vitamin C.</p>
Pixabay / elizadean

Der Saft der Heidelbeere ist aufgrund des blauen Farbstoffs Anthocyan intensiv blau gefärbt. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie gehören zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Ballaststoffe, Fruchtsäuren, Mangan, Mineralstoffe wie Magnesium, Vitamin E und Vitamin C.

 

Lagerung und Verzehr

Heidelbeeren sollten mit Vorsicht behandelt werden. Sie sind besonders druckempfindlich und schimmeln daher schnell. Deswegen ist es empfohlen, die Beeren zügig nach dem Kauf zu verzehren. Wenn man sie mal doch länger aufbewahren möchte, dann kann man sie ganz einfach einfrieren. So lassen sich Heidelbeeren auch später noch problemlos genießen. In der Natur mögen Heidelbeeren es im Halbschatten, besonders in Kiefernwäldern und Gebirgs-Fichtenwäldern.

Heidelbeeren lassen sich sowohl frisch verzehren als auch in der Küche verwerten. Sie sind beliebt als Zusatz zu Müsli, Quark, Joghurt oder Smoothies, sowie auch für Muffins und Pfannkuchen. Verwandt ist die Heidelbeere mit der Cranberry und der Preiselbeere.

Saison:
Dank der Konservierung im Glas, vorzugsweise als Marmelade, steht die Heidelbeere ganzjährig auf dem deutschen Frühstückstisch. Frische Heidelbeeren gibt’s im Sommer.
Hauptsaison: Juni bis September
Nebensaison: Mai + Oktober

(Mit Material von der Bundeszentrale für Ernährung und Deutsches Obst und Gemüse)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen