Hamburg: Meisten Pillen gegen ADHS

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01. August 2013, 04:59 Uhr

Hamburg/Kiel | Hamburgs Schulkinder nehmen im bundesweiten Vergleich die meisten Medikamente gegen die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung ADHS. Die Hansestadt sei Spitzenreiter bei der Verschreibung des umstrittenen Präparats Ritalin, teilte der Verband der Ersatzkassen (vdek) gestern mit. In Schleswig-Holstein werden wesentlich weniger Medikamente gegen das "Zappelphilipp-Syndrom" gegeben. Deutschlandweit liegt das nördlichste Bundesland auf dem elften Rang. Der Verband stützt sich bei der Analyse auf die Auswertung seiner Arzneimittelabrechnungsdaten aus dem vergangenen Jahr. Bei den verordneten durchschnittlichen Tagesdosen des Wirkstoffs pro 1000 Kinder, die bei Ersatzkassen versichert sind, nimmt Hamburg demnach mit 18,6 den ersten Platz ein. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein werden der Auswertung zufolge nicht einmal halb so viele Dosen verordnet (8,9). Auf den zweiten und dritten Platz kommen Rheinland-Pfalz (16,7) und Bremen (15,1). In Mecklenburg-Vorpommern wurden mit 6,7 Tagesdosen bundesweit die wenigsten verordnet. Der Bundesdurchschnitt liegt bei einer Tagesdosis von 12,1.

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