Regional aus Schleswig-Holstein : Gutes vom Hof: Trend geht zum nachhaltigen Einkaufen beim Bauern

<p>Persönlich, regional und nachhaltig: Das ist immer mehr Menschen bei ihrem Lebensmitteleinkauf wichtig.  </p>

Persönlich, regional und nachhaltig: Das ist immer mehr Menschen bei ihrem Lebensmitteleinkauf wichtig. 

Ob Wochenmarkt, Hofladen oder Bio-Kiste - immer mehr Menschen kaufen ihre Lebensmittel direkt beim Erzeuger ein. Das schafft Vertrauen und Sicherheit. Eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten in SH.

Karen Bartel von
09. Juni 2018, 04:33 Uhr

Lebensmittel saisonal und vor allem regional einkaufen, das ist der zunehmende Wunsch vieler Menschen, die gerne nachhaltig konsumieren und die Landwirtschaft vor Ort unterstützen möchten. Kurze Wege und direkter Austausch mit den Erzeugern: Auf den Höfen erfährt man Wissenswertes über die Herstellung und Herkunft der Produkte. Der Kauf vor Ort wie auch das System der gelieferten Bio-Kisten sparen zudem überflüssigen Verpackungsmüll. Wer sich die Ware nach Hause liefern lässt, verringert zudem das Verkehrsaufkommen auf den Straßen: Denn statt vieler Kunden zum Geschäft, kommt ein Lieferant nach Hause. Für viele ist hierbei auch der Zeitfaktor ausschlaggebend.

Wer keinen zweieinhalb Kilo-Sack Kartoffeln für das geplante Abendessen benötigt, kann sich auf den Höfen meist ganz individuelle Mengen an Lebensmitteln zusammenstellen. Das angebotene Spektrum reicht dabei von Eiern, Honig, Obst und Gemüse über Fleisch, Milchprodukte und Backwaren bis hin zu selbst gemachten Säften, Mehl und Schrot sowie Kräutern.

In den Hofläden der Bauern einkaufen

Oft erfährt man nur beim Vorbeifahren durch ein Schild, dass auf diesem Hof auch direkt eingekauft werden kann. Wer jedoch gezielt wissen möchte, welcher Hof in seiner Umgebung welche Produkte anbietet, kann sich bequem von zuhause aus über die Webseite „Gutes vom Hof“ der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein informieren. Aktuell sind dort 151 Höfe in ganz Schleswig-Holstein mit ihrem Sortiment gelistet.

Noch näher als der Besuch auf dem Hof liegt ein Gang über den Wochenmarkt. Viele Landwirte verkaufen ihre Erzeugnisse auch dort. Aktuelle Termine bundeslandweit können hier nachgelesen werden.

<p>Einen Schritt weiter als nur die Bio-Kiste bestellen: Sich an Selbsterntegärten oder Solidarischer Landwirtschaft beteiligen.</p>
imago / Westend61

Einen Schritt weiter als nur die Bio-Kiste bestellen: Sich an Selbsterntegärten oder Solidarischer Landwirtschaft beteiligen.

 

Regional online bestellen

Wer in Zeiten des Online-Shoppings seine Bestellung lieber im Web aufgeben möchte, hat zwei Optionen: Entweder bequem nach Hause liefern lassen und dabei den Weg sowie Zeit sparen oder aber online bestellen und dann selbst beim Hof der Wahl abholen.

Der Zusammenschluss „Lebendiges Land“ bietet in seinem Online-Shop verschieden gepackte Bio-Kisten, u.a. für Singles und Senioren, an, deren Inhalte jede Woche variieren. Wer darüber hinaus in der Kiste noch etwas vermisst oder benötigt, kann seinem Warenkorb die verschiedensten Lebensmittel hinzufügen. Diese bekommt man im gesamten Kreis Schleswig-Flensburg, Schwansen und Stadt Flensburg geliefert. Nach Nordfriesland sowie Schleswig und Bad Segeberg liefert beispielsweise „Renate's Bio-Kiste“ ihre Obst und Gemüse-Boxen sowie weitere Lebensmittel wöchentlich. Nach dem gleichen Modell liefert die „Grüne Kiste“ rund um Hamburg und Lübeck. Auch bei „Söth's Biokiste“ kann online bestellt werden.

Nach dem Prinzip erst online zusammenstellen und dann selbst abholen, funktioniert das Projekt „Bio von hier“: Jede Woche kann von freitags bis mittwochs bestellt werden, die Ware ist dann am kommenden Freitag auf dem gewählten Hof abholbereit. Auf der Webseite findet man ebenfalls eine Übersicht der Bio-Erzeuger, die an dem Projekt teilnehmen.

Gemeinsam anbauen: Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Bei diesem Modell geht es darum, kleinbäuerliche, vielfältige Biobetriebe zu erhalten: Erzeuger und Verbraucher bilden jeweils für ein Jahr eine Gemeinschaft, um sich die Kosten und die Ernte, aber auch die Risiken zu teilen. Gemeinsam wird das Jahresbudget, Anbaumethoden und die Qualität festgelegt. In Kiel gibt es die Schinkeler Höfe, bei denen man mitmachen kann und in der Nähe von Hamburg liegt der Kattendorfer Hof.

(mit Material von Bundeszentrum für Ernährung und Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein)

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