Augenpflege : Gute Sicht

Das Auge gehört zu den wichtigsten Sinnesorganen des Menschen und bedarf einer besonderen Pflege. Foto: dpa
Das Auge gehört zu den wichtigsten Sinnesorganen des Menschen und bedarf einer besonderen Pflege. Foto: dpa

Damit die eigenen Augen möglichst lange gesund bleiben, sollte man ihnen viel Gutes tun. Wir haben die wichtigsten Tipps einmal zusammengefasst.

shz.de von
05. Oktober 2012, 08:24 Uhr

Durch eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Augenarzt lassen sich Sehstörungen und Augenerkrankungen meist rechtzeitig erkennen. Man kann jedoch auch selbst einiges tun, damit die Augen möglichst lange gesund bleiben:
Regelmäßig entspannen
Wer viel am Computerbildschirm arbeitet, kennt das: müde, juckende Augen und verschwommenes Sehen. Entspannungsübungen können Brille oder Kontaktlinsen zwar nicht ersetzen, ermöglichen aber ermüdungsfreies Sehen. Besonders beruhigend und entspannend wirkt das sogenannte Palmieren: Dazu die geschlossenen Augen locker mit den Handflächen abdecken, sodass kein Lichtreiz mehr durchdringt. Einige Momente entspannen.
Viel bewegen
Durch körperliche Bewegung kann man die Durchblutung und Leistungsfähigkeit der Augen fördern. Wie zwei Langzeitstudien am Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien (USA) ergeben haben, kann tägliches Joggen sogar das Risiko für Grauen Star und einer altersabhängigen Makula-Degeneration deutlich verringern.
Die richtige Sehhilfe wählen
Weiche Kontaktlinsen können die Sauerstoffzufuhr des Auges vermindern und so die Augen unnötig reizen. Diese Linsen sollten entweder im Wechsel mit einer Brille oder nur zu bestimmten Gelegenheiten (etwa beim Sport) getragen werden. Beim Autofahren wichtig: eine Brille mit schmaler Fassung und dünnen hoch angesetzten Bügeln, die das seitliche Blickfeld nicht einengen. Entspiegelte Gläser lassen mehr Licht hindurch und verhindern störende Lichtreflexe.
Gesund ernähren
Bestimmte Mikro-Nährstoffe kommen in der gesunden Makula (Netzhautmitte) hoch konzentriert vor. Hierzu zählen vor allem die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin. Auch Beta-Carotin, Zink und Selen können das Risiko der Augenerkrankung verringern. Vor allem grünblättrige Gemüsesorten wie Erbsen, Spinat, Kopfsalat, Grünkohl oder Petersilie enthalten wirksame Antioxidantien, die die Augen vor schädlichen freien Radikalen schützen.
Umweltreize meiden
UV-Licht kann zu Verbrennungen der Horn- und Bindehaut führen, die von kurzfristigen, schmerzhaften Augenentzündungen bis hin zu irreparablen Schäden der Netzhaut reichen. Daher an sonnigen Tagen besser eine Sonnenbrille tragen. Direkten Wind (auch Föhnluft und Ventilatoren) und Tabakrauch sowie - wenn möglich - Klimaanlagen und Heizungsluft vermeiden.
Hausmittel anwenden
Wenn die Augen am Abend müde sind, können feuchte Kompressen helfen, die Tränenproduktion anzuregen. Alternative: Abgekühlte Beutel mit Schwarztee auf die geschlossenen Augenlider legen. Prima gegen Schwellungen wirkt ein Teelöffel, der zuvor einige Zeit in den Kühlschrank gelegt wurde. Bindehautentzündungen durch mechanische Reizungen wie Pollen, Zugluft oder Rauch können mit Augentrost (Teespülungen oder Augentropfen) behandelt werden.

Nasses Laub auf der Fahrbahn, Nebel, Regen und ein früher Einbruch der Dämmerung: Der Herbst ist für Autofahrer eine tückische Jahreszeit. Wer sich dabei nicht auf seine Augen verlassen kann, gefährdet nicht nur sich, sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer.


Für Autofahrer ist ein komplettes Gesichtsfeld und das Dämmerungssehen besonders wichtig, um komplexen Verkehrssituationen gewachsen zu sein. Verkehrsteilnehmer sollten daher ab einem Alter von 40 Jahren alle fünf Jahre, ab 60 Jahren alle zwei Jahre zum Augenarzt-Check.


Schlechtes Dämmerungssehen und hohe Blendempfindlichkeit können allerdings auch Folgen einer degenerativen Netzhauterkrankung sein. In diesem Fall sollte man das Auto bei schlechten Sichtverhältnissen sicherheitshalber lieber stehen lassen. Quelle: Berufsverband der Augenärzte (BVA)

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