Ernährung : Grenzübergreifendes Kochen

Peter Thiessen (UC Syddanmark) probiert das Ciabatta-Brot, das Carolin Hubel, Alica Jachs und Ramona Plank (v.l.) von der Uni Flensburg gebacken haben. Foto: Heldt
Peter Thiessen (UC Syddanmark) probiert das Ciabatta-Brot, das Carolin Hubel, Alica Jachs und Ramona Plank (v.l.) von der Uni Flensburg gebacken haben. Foto: Heldt

Kulinarischer Austausch: Studenten der UC Syddanmark und Universität Flensburg standen gestern gemeinsam am Herd.

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14. Juni 2013, 11:39 Uhr

Flensburg | Schwarzer Peter, Spargel und Erdbeeren. Auf dem Flensburger Campus wurde gestern Norddeutsch gekocht. Am Herd: Studenten des Bachelor-Studiengangs Ernährung/Gesundheit der UC Syddanmark aus Hadersleben und der Universität Flensburg. Im Rahmen der europäischen Zukunftswoche schwangen sie gemeinsam die Kochlöffel und probierten so manches kulinarisches Experiment aus.
Nicht zum ersten Mal, wie Ulrike Johannsen von der Universität Flensburg berichtet. Sie hatte den Austausch zwischen deutschen und dänischen Studenten vor drei Jahren ins Leben gerufen. Seitdem besucht man sich Jahr für Jahr gegenseitig, um gemeinsam zu kochen und Erfahrungen auszutauschen. "Auch wenn die Studiengänge ganz unterschiedlich strukturiert sind, haben wir beim Thema Ernährung die gleichen Grundprobleme in beiden Ländern", sagt Johannsen. Adipositas und fehlende Kochkompetenz seien sowohl in Deutschland als auch Dänemark weit verbreitet.

An Süßes gewöhnt

Diesen Problemen sollte der Workshop entgegen wirken. Dafür wurden die Studenten zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Während sich der eine Teil dem Zubereiten von frischem Gemüse und Fleisch widmete, nahm der andere Teil an einem kleinen Geschmackstest teil. Hier galt es unter anderem, den Fruchtsaft-Gehalt verschiedener Industrie-Orangensäfte heraus zu schmecken und gesunde von ungesunden Produkten zu unterscheiden. Kein einfaches Unterfangen, wie Eva Dollerup Mortensen von der UC Syddanmark erklärt: "Wir haben uns an den Geschmack von Süßem gewöhnt." Gerade die süßen Orangensäfte seien jedoch meist die ungesunden Produkte.
Einen Raum weiter, in der Küche, verzichtete daher die zweite Gruppe vollends auf den Einsatz von Geschmacksverstärkern und künstlichen Süßstoffen. Im Anschluss an den Workshop folgte dann das Highlight des Tages: Das gemeinsame Essen der gekochten Speisen.

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