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Fit durch Herbst und Winter : Gesund mit Zitronen

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Im Kampf gegen Alltagsbeschwerden sind teure Medikamente nicht immer vonnöten. Die sauren Früchte sind bereits wirksame Hausmittel.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2017 | 04:15 Uhr

Dass Zitronen viel Vitamin C enthalten und daher gut bei Erkältungen und grippalen Infekten sind, weiß jedes Kind. Weniger bekannt ist, dass die gelben Südfrüchte, die eigentlich aus Asien stammen, zahlreiche weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe besitzen - darunter ätherische Öle, die vor allem desinfizierend und entzündungshemmend wirken.

Wichtig zu wissen: Zitronensaft sollte man wegen des hohen Säuregehalts nicht unverdünnt und nicht in großen Mengen trinken. Öl oder Saft sollte man außerdem nicht pur auf die Haut geben, da es sonst zu Reizungen und erhöhter Lichtempfindlichkeit kommen kann. Wenn man dies beachtet, sind Zitronen ein prima Hausmittel für vielerlei Beschwerden und Probleme.

Müdigkeit und Antriebsschwäche

Sauer macht tatsächlich lustig. Ein paar Tropfen ätherisches Zitronenöl in ein Duftschälchen mit Wasser geben - das hebt die Laune, steigert die Leistungsfähigkeit und das Konzentrationsvermögen.

Mund- und Halsentzündungen

Bei Halsschmerzen mehrmals am Tag mit Zitronenwasser gurgeln oder spülen. Auch sogenannte Aphten lassen sich gut mit etwas Zitronensaft behandeln (Vorsicht, brennt leicht!).

Kopfschmerzen

Bei leichten Kopfschmerzattacken Kaffee oder Espresso mit etwas Zitronensaft trinken. Zitrone unterstützt die körpereigene Schmerzhemmung, während das Koffein die Blutgefäße im Gehirn erweitert.

Parodontose

Wenn das Zahnfleisch langsam, aber sicher zurückgeht, sollte man öfter mal in ein Stück Zitrone beißen. Das stärkt das Zahnfleisch und verhindert Entzündungen (Gingivitis), die zu Zahnverlust führen können. Positiver Nebeneffekt: Zitronensäure hellt Verfärbungen der Zähne auf.

Foto: Adobe Stock
 

Gelenke und Knochen

Was nur wenige wissen: Zitronensäure fördert die Kalziumaufnahme des Körpers. Wichtig zur Vorbeugung gegen Knochenschwund und für diejenigen, die keine Milchprodukte mögen oder vertragen. Zudem hat eine US-Studie gezeigt: Reichlich Zitrusfrüchte können das Fortschreiten von Arthrose lindern.

Verdauungsprobleme

Ein Glas Wasser oder Kräutertee mit dem Saft einer Zitrone (bei empfindlichem Magen nur eine halbe Zitrone) hilft gegen Sodbrennen, Aufstoßen und Magendrücken. Ein Widerspruch? Keineswegs: Zitronensaft neutralisiert Säuren im Körper, Enzyme helfen bei der Fettverdauung.
 

Diät-Tipp: Morgens auf nüchternen Magen ein Glas heißes Wasser mit etwas Zitronensaft trinken - das bringt den Stoffwechsel in Schwung.

Schnittwunden und Insektenstiche

Kleinere Wunden und Insektenstiche sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln. Wirkt 1. blutstillend, 2. desinfizierend und 3. beschleunigt die Wundheilung. Alternative: Eine Kompresse mit Zitronenwasser auflegen (brennt weniger). Wie Mücken uns garantiert nicht riechen können: Vor dem Schlafengehen ein paar Tropfen Zitronenöl mit einer Body Lotion vermischen und die Haut damit einreiben.

Haut-, Haar- und Nagelpflege

Beugt Muskelkater vor: Wenige Tropfen Zitronenöl mit neutralem Öl (zum Beispiel Jojoba) vermischen oder die Haut mit fertiger Zitrus-Körperlotion einreiben. Kleine Pickel und Hautunreinheiten mit einem Tropfen Zitronensaft betupfen. Eine Mischung aus Zitronensaft und Olivenöl hilft gegen brüchige Nägel und Nagelpilze. Für glänzende Haare den Saft einer halben Zitrone ins letzte Spülwasser geben (hellt zusätzlich auf).
 

Tipp: Damit Konservierungsstoffe nicht von der Schale auf das Fruchtfleisch übertragen werden, Zitronen vor dem Verzehr unter fließend warmem Wasser abwaschen und vor dem Zerteilen Hände waschen. Alternative: auf unbehandelte Früchte zurückgreifen.

Foto: Adobe Stock
 
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