Impfen : Gesund durch Europa

Gegen Hepatitis A und B gibt es eine Kombinationsimpfung. Foto: dpa
Gegen Hepatitis A und B gibt es eine Kombinationsimpfung. Foto: dpa

Die europäischen Nachbarländer sind beliebte Reiseziele. Was viele Urlauber nicht wissen: Auch hier sind Impfungen ratsam.

shz.de von
03. Juli 2013, 08:46 Uhr

Schutz vor Hepatitis A und B können einzelne Impfungen oder auch eine Kombinationsimpfung bieten. Eine Hepatitis A-Impfung wird bei Urlauben in der Mittelmeerregion empfohlen. Das Infektionsrisiko ist eng verbunden mit den hygienischen Standards. Hepatitis A ist eine ansteckende Leberentzündung, die durch das RNA-Virus verursacht wird. Die Gefahr einer chronischen Erkrankung besteht nicht, und die Krankheit heilt nach einiger Zeit ab. Hepatitis B hingegen kann als chronische Leberentzündung zur Leberzirrhose werden. Bereits seit 1995 ist eine Impfung gegen Hepatitis B in den Impfkalender für Kinder aufgenommen worden.

Diphterie und Masern

Grundsätzlich ist auch eine Impfung gegen Diphterie ratsam. Die Infektionskrankheit zeigt sich zunächst durch eine Halsentzündung, die zu Atemnot und Erstickungsgefahr führen kann. Außerdem können die Diphterie-Bakterien das Herz und andere Organe schädigen. Darum ist eine Impfung wichtig. Besonders in Osteuropa ist die Zahl der Neuinfektionen hoch: Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es in den 90er Jahren zu einem Versorgungsengpass mit Impfstoffen, in dessen Folge eine Diphterie-Epidemie ausbrach. Um Neuinfektionen in Deutschland zu vermeiden, wird bei Reisen ins Europäische Ausland grundsätzlich eine Immunisierung empfohlen.
Schutzimpfungen gegen Masern werden für das europäische Ausland ebenfalls empfohlen. Masern sind nicht nur ein Hautauschlag: Die Erkrankung ist in 20 Prozent der Fälle mit Komplikationen verbunden, die eine Einlieferung ins Krankenhaus erfordern. Die Übertragung erfolgt über direkten Kontakt oder eine Tröpfcheninfektion. Die Menschenmassen, in den denen man sich im Urlaub häufig bewegt, stellen dabei eine besondere Ansteckungsgefahr dar.
Auf der Internetseite des Tropeninstituts kann sich jeder über die Impfempfehlungen für sein Urlaubsland informieren.

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