Zahnverschönerungen : Für perfektes Lächeln - von Bleaching bis Veneers

Was der Arzt auch macht - an der Zahnbürste führt kein Weg vorbei. Foto: sh:z
Was der Arzt auch macht - an der Zahnbürste führt kein Weg vorbei. Foto: sh:z

Viele wollen das perfekte Lächeln und lassen sich die Zähne verschönern. Möglichkeiten gibt es viele.

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06. Januar 2011, 11:17 Uhr

Vergleicht man Angebote für weiße Zähne, kommt man ins Grübeln: Von der Super-Weiß-Creme für 19,95 Euro aus der Drogerie bis zum professionellen Zahnarzt-Bleaching (Bleichen) für 320 Euro kann jeder wählen, wie seine Zähne heller und strahlender werden. Werbung und Medien suggerieren, dass weiße Zähne heute zum perfekten Lächeln gehören, signalisieren Jugend und Gepflegtsein. Aber welche Methode führt zum Erfolg?
Verfärbungen der Zähne können durch Ablagerungen auf der Zahnoberfläche oder durch Faktoren aus dem Körperinneren entstehen. Raucher-, Kaffee-, Teebeläge zum Beispiel oder Nebenwirkungen von Medikamenten oder Wurzelfüllmaterialien. Mit den neuartigen Bleaching-Gels werden einzelne Zähne aufgehellt oder mit einer Schiene die gesamte Zahnleiste unten oder oben aufgearbeitet.
Bleaching ist keine Kassenleistung. Somit kann jede Zahnarztpraxis den Preis individuell festlegen. Sowohl bei den Home-Bleaching-Mitteln des Zahnarztes als auch bei den frei verkäuflichen Gels ist zu beachten, dass die Stoffe nur stundenweiß getragen werden dürfen und meistens nach der Behandlung eine kurze Zahnempfindlichkeit auftritt. Deshalb ist eine Kontrolle des Zahnarztes wichtig, der zuvor sowieso den Zahnbelag entfernen sollte. Die in Drogerien und Apotheken vorgefertigten Gele sind zwar geringer konzentriert als beim Zahnarzt, durch unkontrolliertes Tragen der Schiene oder durch nicht passende Schienen kann aber der Zahn bzw. das Zahnfleisch angegriffen werden.
Bleaching beim Arzt hält lange
Professionelles Bleaching vom Zahnarzt hält in der Regel zwei Jahre, der Fachmann kann auch gezielt einzelne Zähne aufhellen oder in der Farbe passend zu den anderen Zähnen modellieren. Zähne mit abgestorbenem oder entferntem Nerv können zusätzlich von innen gebleicht werden. Studien haben gezeigt, dass das Bleichen als Ergänzung zur regelmäßigen Zahnstein-Entfernung unschädlich für die Zähne, die Füllungen und auch Kronen ist. Die Zähne werden nicht angeschliffen und nicht angeätzt, sondern mit einem ph-neutralen Gel aufgehellt. Genauso wie das frei verkäufliche Bleichen kann es jederzeit wiederholt werden.
Für angeschlagene Zähne oder große Zahnlücken bieten Zahnärzte sogenannte Veneers (Verblend-Kronen, die aussehen wie Plättchen) an, die als Rekonstruktion auf die Zähne praktisch "aufgeklebt" werden. Zahnumformungen werden vom Fachmann mit Spezialkunststoffen (Kompositen) erzielt, wobei mehrere Schichten des Stoffs aufgetragen werden. Im Gegensatz zu Kronen mit nicht sichtbarer Goldkappe oder mit Keramik-Verblendungen werden bei Kunststoff-Brackets die Zähne nicht angegriffen. Allerdings halten die Kunststoff-Veneers nicht so lang wie eine professionelle Krone.
Egal, welche Zahnkorrektur man wählt, die tägliche Reinigung und Pflege bleibt Pflicht. Schon allein, um das Zahnfleisch und die Zahnhälse zu konservieren. Denn was nützt eine weiße Zahnleiste wie bei TV-Stars, wenn das Zahnfleisch entzündet ist und sich zurückzieht. Für ein perfektes Lächeln braucht man also Disziplin und regelmäßige Kontrollen. Denn auch zu weiße Zähne können unnatürlich und damit hässlich wirken.

Zahnfarbe: Sache des Typs und der Technik
Ähnlich wie die Haar- oder Augenfarbe muss auch die Zahnfarbe zum Typ passen. Der natürliche Farbton hängt davon ab, wie Zahnschmelz und Zahnhartsubstanz zusammengesetzt sind. Im Alter nimmt sie aufgrund natürlicher Prozesse dunklere Töne an. Aber auch Beläge und Verfärbungen durch chemische Substanzen haben Einfluss auf die Farbe. Säuren und Nahrung können im Laufe der Jahre Mineralstoffe aus dem Schmelz herauslösen. Dadurch wird die Zahnoberfläche immer dünner, und das Zahnbein schimmert stärker durch. Gründliche Zahnpflege ist daher für den Erhalt der natürlichen Zahnfarbe wichtig. Die Initiative proDente empfiehlt, nach dem Genuss säurehaltiger Lebensmittel den Mund mit klarem Wasser zu spülen. Dadurch werden die Zähne weniger stark von der Säure angegriffen. Geputzt werden sollten die Zähne außerdem erst 30 Minuten nach dem Verzehr von säurehaltigem Essen, um zu verhindern, dass der Zahnschmelz abgetragen wird. Wichtig ist die Technik: Die Zahnbürste darf nicht zu stark aufgedrückt werden. Geputzt wird am besten drei Minuten lang. Auch die Ernährung kann Erhalt des Zahnschmelzes beitragen. Der regelmäßige Verzehr von Milchprodukten wie Käse führt nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen dazu, dass durch das Protein Kasein sowie die Mineralstoffe Kalzium und Phosphat die Minerale des Zahnschmelzes genauso schnell ersetzt werden, wie sie zuvor aufgelöst wurden. So lässt sich einem Entmineralisieren des Zahnschmelzes vorbeugen.

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