Studien räumen mit Vorurteilen auf : Frühstücken oder nicht: Welche Auswirkungen hat der Verzicht?

<p>Für viele gehört ein reichhaltiges Frühstück zum Start in den Tag dazu. Doch nun zeigen Studien, wie sich auch der Verzicht des Frühstücks positiv auf unseren Körper auswirken kann.</p>

Für viele gehört ein reichhaltiges Frühstück zum Start in den Tag dazu. Doch nun zeigen Studien, wie sich auch der Verzicht des Frühstücks positiv auf unseren Körper auswirken kann.

Bislang ging man davon aus, dass regelmäßiges Frühstücken beim Abnehmen hilft und der Verzicht auf die morgendliche Mahlzeit Heißhungerattacken begünstigt. Neue Studienergebnisse konnten diese Vermutung nicht bestätigen.

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03. März 2019, 07:43 Uhr

Frühstücken ist gesund, aber hilft laut einer aktuellen Studie nicht unbedingt bei der Gewichtskontrolle. Australische Wissenschaftler haben den Effekt des regelmäßigen Frühstückens auf das Körpergewicht und die tägliche Energieaufnahme von Erwachsenen untersucht. Dazu wurden 13 Interventionsstudien der vergangenen drei Jahrzehnte auf den Prüfstand gestellt. An den Untersuchungen nahmen Probanden mit einem unterschiedlichen Körpermassenindex (BMI) teil, die je nach Studiendesign bis zu 16 Wochen rund um die Uhr begleitet wurden. Der BMI ist ein gängiges Maß zur Einschätzung des Körpergewichts und gibt das Verhältnis von Gewicht (in kg) zur Körpergröße (in m zum Quadrat) an.

Die Ergebnisse dieser Studie konnte die Vermutung, dass regelmäßiges Frühstücken beim Abnehmen unterstützt und der Verzicht auf die morgendliche Mahlzeit eine Gewichtszunahme begünstigt, nicht bestätigen.

<p>Für viele gehört ein reichhaltiges Frühstück zum Start in den Tag dazu. Doch nun zeigen Studien, wie sich auch der Verzicht des Frühstücks positiv auf unseren Körper auswirken kann.</p>
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Für viele gehört ein reichhaltiges Frühstück zum Start in den Tag dazu. Doch nun zeigen Studien, wie sich auch der Verzicht des Frühstücks positiv auf unseren Körper auswirken kann.

 

Auswirkungen des Frühstück-Verzichts

Nach Auswertung der Daten nahmen Frühstücker über den Tag verteilt sogar mehr Kalorien zu sich als Nicht-Frühstücker. Es waren durchschnittlich 260 Kilokalorien, unabhängig von den individuellen Essgewohnheiten. Das machte sich auch auf der Waage bemerkbar: Wer auf die erste Mahlzeit des Tages verzichtete, hatte im Schnitt ein um 0,44 kg geringeres Gewicht. Der Effekt war für Normalgewichtige und Übergewichtige ähnlich. Es ließen sich keine nachweisbaren Unterschiede in den Stoffwechselraten von Frühstückern und Frühstücksmuffeln nachweisen.

Allerdings geben die Wissenschaftler zu bedenken, dass die Studien und die daraus erhobenen Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert und durch Langzeituntersuchungen untermauert werden sollten. Die erste Mahlzeit des Tages kann durchaus auch andere Vorteile für die Gesundheit und das Wohlbefinden haben.

Wer ohne Essen aus dem Haus geht, ist in Schule und Büro in der Regel unkonzentrierter und weniger leistungsfähig. Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler am Bundeszentrum für Ernährung

Die Bedeutsamkeit der morgendlichen Mahlzeit

Ein ausgewogenes Frühstück versorgt das Gehirn mit Energie für den Tag. „Vollkornbrot, klein geschnittenes Obst oder Gemüse und Milchprodukte liefern Treibstoff für die grauen Zellen.“ Eine Alternative zu süßen Cornflakes ist Porridge oder ein Müsli mit Getreideflocken, Nüssen, Früchten und Joghurt. „Frühstücksmuffel können ein Glas Fruchtsaft, einen Smoothie oder ein Getränk je nach Geschmack zu sich nehmen. Das ist besser als nichts“, rät Seitz.

(Mit Material des Bundeszentrum für Ernährung.)

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