Familie : Folgenahrung 3 ist für Babys überflüssig

Ende des ersten Lebensjahres sollten Babys am Familienessen teilnehmen. Auch wenn es anfangs etwas beschwerlich ist.
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Ende des ersten Lebensjahres sollten Babys am Familienessen teilnehmen. Auch wenn es anfangs etwas beschwerlich ist.

Bonn (dpa/tmn) – Brei aus dem Gläschen ist für Eltern sehr praktisch und schmeckt oft auch den Kleinen gut - vor allem wenn Zuckerzusätze enthalten sind. Doch ab den 10. Lebensmonat sollten Babys an das Familienessen herangeführt werden.

shz.de von
18. September 2013, 11:16 Uhr

Industriell hergestellte Folgenahrung gibt es als 2- und als 3-Folgenahrung. Letztere können Mütter ihrem Kind laut Herstellerangaben ab dem zehnten Lebensmonat geben. «Das Füttern von 3-Nahrung ist überflüssig, da bei Kindern gegen Ende des ersten Lebensjahres bereits die Umstellung auf Kuhmilch und von Beikost auf Familienessen erfolgt», erklärt Dr. Anke Weißenborn, Ernährungswissenschaftlerin im Netzwerk Gesund ins Leben. Die Initiative wird vom Bundesernährungsministerium gefördert.

Folgenahrung 3 bringt für Babys in diesem Alter keine zusätzlichen Vorteile. Im Gegenteil: Häufig enthält das Produkt unerwünschte Zuckerzusätze und Aromastoffe wie Vanilleextrakt, die den Geschmack prägen. «Kindern, die sich an den süßen Geschmack der Folgenahrung gewöhnen, fällt die Umstellung auf normale Lebensmittel und Kuhmilch schwerer», erklärt Weißenborn. Folgenahrung 3 ist daher sogar unerwünscht.

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