Familie : Fernsehen kann die Entwicklung von kleinen Kindern stören

Kleinkinder sollten nicht in die Röhre starren. Die schnellen Bildern kann ihr Gehirn noch nicht verarbeiten.
Kleinkinder sollten nicht in die Röhre starren. Die schnellen Bildern kann ihr Gehirn noch nicht verarbeiten.

Langes Sitzen, flimmernde Bilder: Fernsehen ist nichts für Kleinkinder. Die Kleinen können das Gesehene nicht verarbeiten. Die negativen Auswirkungen machen sich auch bei der Gesundheit bemerkbar.

shz.de von
25. September 2013, 11:16 Uhr

Kleinkinder haben vor dem Fernseher oder Computer nichts zu suchen. «Kinder, die früh und viel fernsehen, können in ihrer Entwicklung gestört werden», erklärt Wolfram Hartmann, Kinder- und Jugendarzt im Netzwerk Gesund ins Leben. Die Initiative wird vom Bundesernährungsministerium gefördert. Studien zeigen, dass sich Medienkonsum negativ auf die Gesundheit von Ein- bis Dreijährigen auswirken kann. Gründe sind vor allem das lange Sitzen und die vom Gehirn kaum zu verarbeitenden schnellen Bildfolgen.

So wird ein Zusammenhang zwischen Fernsehzeit und einem Risiko für Übergewicht sowie einem unregelmäßigen Schlafverhalten bei Kleinkindern gesehen. In der Diskussion steht auch, ob sich Fernsehen negativ auf die Sprachentwicklung auswirkt.

Nicht nur beim gemeinsamen Essen ist es daher besser, auf den laufenden Fernseher nebenbei zu verzichten. «Statt Fernsehen sollten Eltern ihre Kleinkinder zum Bewegen und Spielen motivieren und natürlich regelmäßig vorlesen», rät Hartmann.

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