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Gesundheit : Fachgesellschaft: Defizite in der Behandlung von Parodontitis

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Erst blutet das Zahnfleisch, dann wackeln die Zähne - Parodontitis ist die Zahnerkrankung Nummer eins bei Erwachsenen. Vor allem Diabetiker sind betroffen. Dennoch erhalten sie keine gesonderte Behandlung.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 16:16 Uhr

Die Behandlung von Zahnbett-Entzündungen gehört nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) in die Diabetiker-Behandlungsprogramme. «Diabetiker haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Parodontitis - umgekehrt hat die Entzündung direkten Einfluss auf die Blutzuckerwerte», sagte der Zahnmediziner Thomas Kocher vom Universitätsklinikum Greifswald auf dem Jahreskongress der Gesellschaft in Erfurt. «Parodontitis ist eine echte Komplikation bei Diabetes.» An den Chronikerprogrammen für Diabetiker gehe dieser Zusammenhang bisher vorbei.

Parodontitis ist die Zahnerkrankung Nummer eins bei Erwachsenen. Ab dem 45. Lebensjahr entfalle jeder zweite Zahnverlust auf Parodontitis, sagte Kongressleiter Kocher. Die im Volksmund auch Parodontose genannte Entzündung wird durch Bakterien in Zahnbelägen ausgelöst und greift Zahnfleisch, Zahnwurzel und Kieferknochen an. Klinische Anzeichen sind Zahnfleischbluten, gelockerte Zähne und Abbau des Kieferknochens.

Deutsche Gesellschaft für Parodontologie

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