Kraftstoff für den Kopf : Energie und Nährstoffe tanken: Mit Brainfood fit in das Jahr starten

Leinsamen und heimische Früchte sind ideale Nährstofflieferanten, um in der dunklen Jahreszeiten fit zu bleiben.
Leinsamen und heimische Früchte sind ideale Nährstofflieferanten, um in der dunklen Jahreszeiten fit zu bleiben.

Nach dem Weihnachtsurlaub steht mittlerweile wieder der Alltag vor der Tür. Dabei ist es gar nicht so einfach, die nötige Energie aufzubringen, neue Herausforderungen anzugehen. Brainfood hilft dabei, sich fit zu halten.

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05. Januar 2019, 23:58 Uhr

Das Gehirn ist ein hungriges Organ: Es verbrennt rund ein Fünftel der Energie, die der Körper insgesamt verbraucht. Wenig überraschend also, dass viele Menschen beim Lernen oder konzentrierten Arbeiten Heißhunger bekommen. Obwohl daraufhin häufig zu Süßigkeiten gegriffen wird, sind diese dabei jedoch keine echte Hilfe. Der in Süßigkeiten enthaltene Zucker liefert lediglich einen kurzen Energie-Kick. Wer lange leistungsfähig bleiben will, braucht etwas Besseres: „Das Geheimnis liegt in der richtigen Mischung aus komplexen Kohlenhydraten, Mineralstoffen, Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren und Eiweißen“, sagt Ernährungsexpertin Selvihan Koç von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Diese Lebensmittel liefern Energie

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sowie Kartoffeln enthalten die Kohlenhydrate, die das Gehirn laufend mit dem dringend benötigten Brennstoff versorgen. Obst und Gemüse liefern Vitamine und Mineralstoffe, die das Gedächtnis unterstützen. Dabei helfen auch Omega-3-Fettsäuren. Sie sind in Nüssen, Walnuss-, Raps- oder Leinöl sowie Seefisch enthalten. Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Eier versorgen das Gehirn mit Eiweiß, das für die Weiterleitung von Informationen wichtig ist.

Wasser hält den Kreislauf in Schwung

Wer die Gehirnleistung aufrechterhalten will, sollte außerdem viel trinken. Der Körper verliert laufend Flüssigkeit. Füllt man zu wenig nach, sind Kreislaufprobleme die Folge. Flüssigkeitsmangel wirkt sich ebenfalls negativ auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit aus und macht anfällig für Krankheiten. „Optimal sind täglich mindestens eineinhalb Liter Wasser, leichte Schorle oder ungesüßter Tee“, so Selvihan Koç. „Kaffee ist in Maßen als Muntermacher erlaubt, aber nach zu vielen Tassen lässt die Konzentrationsfähigkeit nach.“

Regionale Naturprodukte liefern alle Nährstoffe

Superfood klingt zwar verlockend, bringt aber keine besonderen Vorteile. Unter der Bezeichnung Superfood werden Chiasamen, Goji-Beeren sowie weitere Samen und Früchte aus anderen Kulturen verkauft. Im Vergleich zu heimischen Naturprodukten wie Leinsamen oder Heidelbeeren sind diese jedoch meist teurer, aufgrund langer Transportwege schädlich für das Klima und öfter mit Schadstoffen belastet. Heimische Superfoods lassen sich ebenso gut zu Brainfood verarbeiten, etwa beim Frühstück aus Vollkornmüsli, Leinsamen und heimischen Früchten. Als schnelles Mittagessen zum Mitnehmen eignet sich zum Beispiel ein Hirse-Salat mit Gemüse und Kräuterquark. Wer zwischendurch den Energiespeicher auffüllen will und Nervennahrung braucht, greift am besten zu Studentenfutter.

(Mit Material der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.)

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