Europäische Impfwoche : "Eine wichtige präventive Maßnahme"

Die meisten Impfungen gibt es per Injektion in den Oberarm. Foto: sh:z
Die meisten Impfungen gibt es per Injektion in den Oberarm. Foto: sh:z

Das Pinneberger Arztnetz und das Gesundheitsnetz Wedel beteiligen sich an der Europäischen Aktionswoche zum Thema "Impfung". Damit soll die Impfrate erhöht werden.

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12. April 2013, 12:50 Uhr

Kreis Pinneberg | Impfungen gehören zu den "wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen", erläutert die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aus diesem Grund hat die WHO die vierte Aprilwoche zur Europäischen Impfwoche erklärt. Und auch im Kreis Pinneberg stößt die Aktion auf positive Resonanz. So bieten zahlreiche Ärzte, alle Mitglieder des Pinneberger Arztnetzes oder des Gesundheitsnetzes Wedel, vom 22. bis 26. April eine Auffrischung und Komplettierung des Impfschutzes an.

"Wir haben uns Vorsorge und Versorgung auf die Fahnen geschrieben", sagt Dr. Sönke Bergter, Allgemeinmediziner aus Pinneberg. Der 42-Jährige ist Zweiter Vorsitzender des Pinneberger Arztnetzes. Das Thema Impfung sei noch nicht vollständig in der Gesellschaft verankert. "Es gibt eine gewisse Impfskepsis, zum Teil wegen unbegründeter Vorbehalte und Fehlinformationen", so Bergter. Dabei seien Impfungen eine wichtige Vorsorge, so der Mediziner.

Auch außerhalb der Aktionswoche kann man sich impfen lassen

Um die Impfrate zu erhöhen hofft Bergter deswegen auf eine gute Resonanz. "Es ist das erste Mal, dass eine Impfaktionswoche so professionell durchgeführt wird", erläutert Gabriele Prahl, Managerin der Arztnetze. Die Idee dazu habe der hausärztliche Arbeitskreis gehabt. "Doch auch die Fachärzte haben großes Interesse gezeigt", so Prahl. Für alle Beteiligten habe es zur Vorbereitung auf die Impfwoche zudem eine Fortbildung gegeben. Patienten sollten unbedingt ihren Impfausweis mitbringen. Ist dieser nicht vorhanden, stellt der Arzt in einem Gespräch fest, welche Impfungen notwendig sind.

"Zudem wird ein neuer Ausweis ausgestellt", so Prahl. Die teilnehmenden Arztpraxen öffnen während der Impfwoche zu den gewohnten Sprechzeiten. Ob eine Terminabsprache notwendig ist, sei von Praxis zu Praxis unterschiedlich, so Prahl. Sie rät allen Interessierten, sich vorher bei ihrem Arzt zu erkundigen. Mit längeren Wartezeiten rechnen weder Prahl noch Bergter. Wichtig: Generell besteht die Möglichkeit sich impfen zu lassen nicht nur während der Aktionswoche. Vielmehr bieten die Ärzte diese immer an. "Die Woche soll speziell auf das Thema Prävention hinweisen", erläutert Prahl.

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